Sonntag 31ter Juli

Frühstück (8.30 Uhr bis 10.00 Uhr)

Morgenrunde mit Kleingruppenfindung (ab 10.00 Uhr)

Die täglichen Morgenrunden sollen dazu dienen, zusammen zu kommen und einen kurzen konzentrierten Austausch untereinander zu ermöglichen. So können in dieser moderierten Runde der Tagesablauf, Probleme oder Fragen besprochen werden. Anschließend gibt es die Möglichkeit Bezugsgruppen für weitere Aktionen zu gründen

Workshop: Antirepression und EA (11.00 Uhr)

Bei politischer Betätigung ist es wahrscheinlich, dass Menschen früher oder später mit staatlicher Repression durch Polizei und Justiz konfrontiert werden. Deshalb wird es auf dem Aktionscamp gegen Tierfarbiken einen Ermittlungsausschuss (EA) geben, der Betroffene unterstützt. Doch wie funktioniert eine EA-Struktur eigentlich? Warum genau ist die EA-Arbeit wichtig? Und in welcher Form kann ich mich beteiligen? Auf diese und weitere Fragen werden wir in diesem EA-Workshop eingehen und freuen uns über generelles Interesse und Partizipation!

Pressetraining (11.00 Uhr)

Eine Workshopbeschreibung wird in kürze folgen

Mittagessen (13.30 Uhr bis 14.30 Uhr)

Theaterworkshop für eine politische Performance (14.30 Uhr)

mit Mascha

Wir erarbeiten eine politische Performance nach den Methoden des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal
 (bereits: Sonnabend – nach der Demo vor dem Konzert Ideen sammeln, Erfahrungen austauschen ein erstes warm up und einspielen)
Theaterworkshop für eine politische Performance
wir lernen uns kennen, sammeln spielerisch Ideen – entwickeln die Performance und machen eine Generalprobe vor dem Abendessen für das Camp
Montag gehen wir dann auf die Straße und in die Stadt

zum Theater der Unterdrückten

Augusto Boal entwickelte einen ganzen Fundus an Übungen und Spielen für Laien, mit denen sie ihre Ohnmacht ausdrücken können und sich ihrer Unterdrückung  bewußt werden;
er ist der Erfinder des partizipativen Theaters, um die Demokratisierung der Gesellschaft voran zutreiben und gesellschaftliche Probleme durch politische Performance aufzudecken,
was immer unsere Ohnmacht ist, was immer unsere Empathie hervorbringt,
wir werden eine Form finden, die es ermöglicht, Andere daran teilhaben zu lassen…
Mascha ist Mitglied der Clownsarmee, Theaterpädagogin und politische Aktivistin

Aktionstraining (14.30Uhr)

Eine Workshopbeschreibung wird in kürze folgen

Abendessen (18.30 Uhr bis 19.30 Uhr)

Vortrag und Diskussion: Klima und Tierproduktion (20.00 Uhr)

– Veranstaltet in Absprache mit Animal Climate Action

Mit Klimaaktivismus wird in Deutschland zur Zeit vor allem der Widerstand gegen die Kohleverstromung und insbesondere die Braunkohle verbunden – seien es die Klimacamps seit Hamburg, Waldbesetzungen im Hambacher Forst und im Lausitzer Braunkohlenrevier, oder der massenhafte ziviler Ungehorsam von Ende Gelände. Der offensichtliche Erfolg dieser Single-Issue-Perspektive kann jedoch über gewisse Probleme nicht hinwegtäuschen: Einerseits bleiben große Bereiche des klimarelevanten Kapitalismus von einer Konfrontation verschont – Rüstungsindustrie, deutsche Autokonzerne und insbesondere auch die Tierindustrie.

Andererseits verscherzt sich die Klimabewegung hier die Möglichkeit umfassender gesellschaftlicher Bündnisse: Wie bei der Braunkohle gibt es auch bei Rüstungs-, Auto- und Tierproduktion viele Gründe dagegen zu sein, und folglich auch vielgestaltigen Widerstand. Wer der Ansicht ist, dass ein breiter antikapitalistischer Widerstand der einzige Weg ist, nachhaltig für Klimagerechtigkeit zu sorgen, sollten gerade dieses Bündnispotential der bislang vernachlässigten Bereiche besonders am Herzen liegen.

Seit den achziger Jahren gibt es tierethisch motivierten autonomen Widerstand gegen Tierausbeutung. Die Tierbefreiungsbewegung hat ein enormes gesellschaftliches Potential, wie die rasant anwachsende Zahl vegan lebender Menschen zeigt. Die Bewegung hat auch hierzulande sehr
erfolgreiche Kampagnen organisiert, z.B. gegen den Handel mit Pelzen, vor allem aber auch gegen Tierfabriken, und ist intellektuell mit Bezügen zum Anarchismus, zum Marxismus, zum Feminismus und zur Umweltbewegung ein sensibler und vielverprechender Bündnispartner.

Wir wollen uns zusammen mit Aktivist*innen von Animal Climate Action über die Möglichkeiten austauschen, über das Klimathema Bündnisse herzustellen und größere klimapolitisch motivierte Kampagnen gegen die Tieproduktion zu organisieren. Wir wollen uns dabei als ersten Schritt
über die Klimarelevanz der Tieproduktion mithilfe eines kurzen Inputs verständigen.

Alle sind ganz herzlich eingeladen, zuzuhören, zu ergänzen und/oder zu diskutieren.

und am Montag?