Solidarische Grüße an LAUtonomia. Freiheit für Huba und Sara!

kampagne gegen tierfabriken

– Nachtrag vom 9ten April: Wie wir soeben erfahren haben wurde unser Genosse Huba am 8ten April aus seiner Haft entlassen. Wir freuen uns darüber und wünschen ihn alles Gute. Von Sara gibt es leider imer noch keine neuen Informationen. –

Seit dem 5ten März 2016 halten Aktivist*innen ein Waldstück in der Lausitz (nahe Cottbus) besetzt. Dieser Wald soll für die Profitinteressen des Energiekonzerns Vattenfall gerodet werden.

Das Projekt heißt LAUtonomia.

Mit der Aktion knüpfen die Besetzer*innen an einen globalen Widerstand gegen die Kohleindustrie -die maßgeblich zu dem vom Menschen gemachten Klimawandel beiträgt- an. Sie kämpfen gegen soziale Ungerechtigkeit und deren gesellschaftliche Grundlage, die kapitalistische Produktionsweise.

In den Beweggründen, die auf der Homepage zu finden sind, wird auf den seit Jahren stattfindenden Protest der lokalen Bevölkerung gegen den Kohleabbau in der Lausitz, auf die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels für Menschen, Tiere und Natur und die dahinter stehenden Profitinteressen Bezug genommen.

Des weiteren solidarisieren sich die Aktivist*innen mit allen Geflüchteten und dem Kampf für offene Grenzen für alle Menschen und erteilen Nationalismus und rassistischer Hetze eine klare Absage.

Das „Projekt richtet sich nicht nur gegen die Braunkohleverstromung, sondern auch gegen alle anderen Herrschaftsformen. In der Lausitz kanalisieren sich viele von ihnen – neben den Tagebauten und Kraftwerken gibt es hier einen „Truppenübungsplatz“ der Bundeswehr und viele Tierfabriken, in denen nichtmenschliche Tiere ausgebeutet und getötet werden.“

Der Forderung nach einem „Guten Leben für alle – ein selbstbestimmtes, herrschaftsfreies Leben jenseits von Kapitalismus, Herrschaft und Unterdrückung.“, gilt es aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen.

Wir solidarisieren uns mit der Besetzung LAUtonomia, ihren Forderungen und rufen dazu auf die Besetzung zu besuchen und sich dem Widerstand anzuschließen. Eine gute Gelegenheit ist z.B. der 13te bis 16te Mai, wenn es auch in der Lausitz heißt „Ende Gelände Kohlebagger stoppen – Klima schützen!“

Leider gibt es nicht nur positive Nachrichten zu vermelden.
Via AusgeCO2hlt:

Die Besetzung ist nicht einmal drei Wochen alt schon trägt die Repression gegen die Aktivist*innen absurde Züge. Zur Zeit befinden sich zwei Menschen aus dem Umfeld der Lausitzer Waldbesetzung LAUtonomia in Haft.

Sara ist seit dem 22.02. in Lukau-Duben inhaftiert. Ihr wird Ladendiebstahl im Wert von 47,47 Euro vorgeworfen. Da es den Behörden nicht gelang ihre Personalien festzustellen, saß sie eine Woche lang in Hauptverhandlungshaft in der JVA Lukau-Duben, ehe ihr am Amtsgericht Cottbus in einem beschleunigten Verfahren der Prozess gemacht wurde und sie zu zwei Monaten Haft verurteilt wurde. Beim Berufungsprozess am 22.03. wurde ein weiterer Haftbefehl gegen sie erlassen. Mit welcher Begründung ist derzeit noch unklar und wird durch Unterstützer*innen und Anwält*innen versucht in Erfahrung zu bringen. Mehr als einen Monat Haft für Ladendiebstahl ist unfassbar. Ganz unabhängig, wie man Diebstahl bewerten mag: Hier wird des Recht auf Gleichbehandlung aller außer Kraft gesetzt. Politische Aktivist*innen sollen kriminalisiert und ihr Protest so delegitimiert werden. Lasst uns dem mit unserer Solidarität etwas entgegensetzen!

Am selben Tag wurde ein weiterer Aktivist festgenommen, welcher unter dem Namen Huba auch im Rheinischen Braunkohlerevier aktiv ist. Die Begründung dafür ist ebenso skandalös: Vorwurf der schweren Körperverletzung und Fluchtgefahr aufgrund von fehlendem Wohnsitz. Am kommenden Dienstag soll er von der Lausitz nach Aachen überführt werden. Dass der Gefangene jedoch eine Adresse hat, an welche auch Post kommt, wurde schlicht ignoriert – auch hier soll eine massive Einschüchterung erfolgen.

Aber weitgefehlt! Diese Provokation seitens der Repressionsorgane wird uns noch näher aneinanderrücken lassen – wir werden unsere Freund*innen unterstützen, ihnen schreiben, an sie denken und ihre Prozesse besuchen und gemeinsam mit ihnen weiter für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung kämpfen! Keine*r wird allein gelassen!

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den beiden Aktivist*innen – der Widerstand gegen Braunkohleabbau und Klimawandel ist nicht nur legitim sondern dringend notwendig! Kohleausstieg bleibt Handarbeit!

Schon jetzt könnt ihr Post an Sara richten:

unbekannte Person „Sara“
JVA Lukau-Duben
Lehmkietenweg 1
15926 Luckau, OT Duben

Auch für Huba besteht eine erste Kontaktmöglichkeit über ABC Rhineland:

ABC Rhineland
z.Hd.: Huba
Kallsgasse 20
52355 Düren

Für die sofortige Freilassung von Sara und Huba!

Mehr Infos unter:

lautonomia.blogsport.eu
abcrhineland.blackblogs.org