Atze Schröder

„Grillen ist wie Flirten. Die Technik ist entscheidend und man muss aufpassen, dass man nichts anbrennen lässt.“¹

Funktion

Die Kunstfigur Atze Schröder, die sonst mit sexistischen „Witzen“ den katastrophalen Zustand der deutschen Comedylandschaft unter Beweis stellt, ist der neue Wiesenhof Werbepartner. Zur nächsten Grillsaison wird er Werbung für die Bratwürste „Bruzzler“ machen.

„Die Kooperation zwischen WIESENHOF und Atze Schröder ist auf mindestens drei Jahre angelegt und startet pünktlich zur Grillsaison 2015 mit einer Panorama-Anzeige in der BILD am Sonntag. Flankiert wird die crossmediale Kommunikations-Kampagne von TV- und Rundfunkspots auf allen reichweitenstarken Sendern. Und auch auf YouTube wird Atze Schröder für den Bruzzzler aktiv. Alle Spots mit dem Comedian sind ab dem 20. März 2015 auf www.bruzzzler.de zu sehen.²

Vor der Vertragsabschließung besuchte Atze Schröder eine Mastanlage von Wiesenhof. Seinen Ausflug kommentierte er wie folgt:

“Der persönliche Einblick in die Nutztierhaltung war mir wichtig. Großen Respekt! Die Landwirte wissen genau, was für eine Verantwortung sie für die Tiere und den Verbraucher tragen. Die Leidenschaft, mit der der Landwirt seine Arbeit ausübt, hat mich beeindruckt – und mit Leidenschaft kenn ich mich aus“³

Genaue Daten

Management von Atze Schröder

MTS GmbH
Management Töne Stallmeyer

Geschäftsführung: André Stallmeyer
Internetseite: mts-gmbh.com
Kontakt:
Telefon: 0251-13-13-00
E-Mail: info@mts-gmbh.com
info@atzeschroeder.de
Facebook: facebook.com/mtsgmbh

Atze Schröder

www.atzeschroeder.de
Kontakt:
Facebook: facebook.com/atzesrevolution

Protest und Widerstand

Aktionsaufruf für den 9. und 11. März

-Online- und Telefonaktionstag am 9. März 2015.

-Kundgebung am 11. März 17.30 bis 20.00 Uhr vor der VW-Halle
(Europaplatz 1) Braunschweig.

Atze Schröder tritt ab 2015 als neuer Werbepartner für die PHW-Gruppe (Wiesenhof) auf. Sein Vertrag ist auf mindestens drei Jahre angesetzt. PHW erwirtschaftet seinen Milliardenschweren Profit mit der systematischen Ausbeutung und Tötung von unzähligen fühlenden Individuen und zerstört dabei massiv unsere natürliche Umwelt. Werkvertragsarbeiter_innen werden in den Fabriken um ihren Lohn betrogen und Kleinbäuer_innen in Südamerika wird wegen des Futtermittelanbaus sämtliche Lebensgrundlage geraubt. Atze Schröder nimmt jetzt eine Unterstützerrolle für diese Ausbeutungsindustrie ein.

Auf diese Rolle von Atze Schröder wird ab sofort die Öffentlichkeit sensibilisiert und auch die aktuelle Tour von ihm genutzt, um auf den oben beschriebenen Sachverhalt aufmerksam zu machen.

Wir fordern, die sofortige Beendigung des Werbevertrags zwischen Atze
Schröder und der PHW-Gruppe (Wiesenhof)!

Kommt zahlreich am 11.März zur Kundgebung.
Und beteiligt euch beim Online- und Telefonaktionstag am 9. März.

Beispielmail:

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An Atze Schröder,

Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass Sie als Werbepartner für
Wiesenhof agieren. Die PHW- Gruppe (Wiesenhof) erwirtschaftet seinen
Milliardenschweren Profit mit der systematischen Ausbeutung und Tötung
von unzähligen fühlenden Individuen und zerstört dabei massiv unsere
natürliche Umwelt. Werkvertragsarbeiter_innen werden in den Fabriken
um ihren Lohn betrogen und Kleinbäuer_innen in Südamerika wird wegen
des Futtermittelanbaus sämtliche Lebensgrundlage geraubt.

Durch ihre Kooperation mit Wiesenhof machen Sie sich mitverantwortlich
für massive Umweltzerstörung, die systematische Ermordung von Tieren und die
Ausbeutung von Werkvertragsarbeiter_innen von Wiesenhof.

Ich fordere sie hiermit eindringlich auf: Beenden Sie den Werbevertrag
mit Wiesenhof.
————————————————————————–
(Die Veranstaltungen im Rahmen der Tour 2015 von Atze
Schröder bieten eine gute Gelegenheit um seine Fans über die
Kooperation mit Wiesenhof aufzuklären und um den Protest direkt an
Atze Schröder herranzutragen.)

Antwort von Atze Schröder

– folgenden Text haben (wahrscheinlich) alle Leute bekommen, die Atze Schröder eine Protestmail geschrieben haben –

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Mail.

Bevor ich mich entschieden habe, für den Bruzzzler zu werben, habe ich mich intensiv mit dem Unternehmen Wiesenhof auseinandergesetzt. Das war sowohl für Wiesenhof als auch für mich ganz klar, dass ich mir genau anschaue, wie moderne Nutztierhaltung heute funktioniert. Ich habe mir eine konventionelle Geflügelfarm in Niedersachsen angeschaut und lange mit dem Landwirt und seiner Familie gesprochen. Das ist aus meiner Sicht moderne Landwirtschaft und die Bauern wissen genau, was für eine große Verantwortung sie haben – sowohl für uns Menschen als auch für die Tiere.

Immer nur die Landwirte oder die Haltungsformen zu kritisieren, dann aber regelmäßig Fleisch essen zu wollen, ist für mich ein Widerspruch. Da sollten wir alle fair sein. Vor diesem Hintergrund respektiere ich natürlich die Einstellung von Vegetariern und Veganern zur Ernährung. Ich selbst aber esse Fleisch.

Darüber hinaus hat sich gerade bei Wiesenhof und seinen Partnern in den letzten Jahren sehr viel getan. Man begrüßt und fördert dort zahlreiche Initiativen in Sachen Tierschutz und tauscht sich hierzu auch regelmäßig mit dem Deutschen Tierschutzbund aus.

Beste Grüße
Atze Schröder

Ein offener Brief zur standardisierten Antwortmail von Atze Schröder

– folgenden Brief haben wir am 13. März Atze Schröder, seinen Management und Vertreter_innen der Presse geschickt –

Sehr geehrter Herr Schröder,

nachdem am Montag, dem 09.03.2015, viele Menschen dem Aufruf des Onlineaktionstages gefolgt sind und Sie bzw. Ihr Management per Face-bookkommentar, Mail oder Anruf aufgefordert haben den Werbevertrag mit der PHW-Gruppe (Marke Wiesenhof) zu kündigen, haben einige eine angeblich persönliche Antwort von Ihnen erhalten. Auch in der Braunschweiger Zeitung wird diese großflächig zitiert.

Dass alle uns bekannten Antworten auf die Protestmails oder Pressenachfragen identisch sind und zu großen Teilen aus der Pressemitteilung der Wiesenhof News übernommen wurden, zeigt wie wenig ernst Sie die Argumente nehmen, die gegen einen Werbevertrag mit der PHW-Gruppe sprechen.

Selbst wenn es stimmen sollte, dass Sie sich intensiv mit dem „Unternehmen Wiesenhof“ auseinandergesetzt haben, sich eine konventionelle Geflügelfarm in Niedersachsen anschauten und ein langes Gespräch mit den Landwirt und seiner Familie führten, ist das keine Entkräftung unserer Argumente. Es ist um so fataler, dass Sie den Werbevertrag unterschrieben haben, obwohl Sie sich intensiv mit Wiesenhof auseinandergesetzt haben wollen und eine Mastanlage besichtigten.

Selbst auf dem Foto, das Sie in einer Mastanlage zeigt und Werbezwecken dienen soll ist zu sehen, wie hinter ihnen zehntausende Hühner auf engstem Raum in einer riesigen Halle in ihren eigenen Kot gefangen gehalten werden. Dass auf dem Foto vereinzelt Strohballen zu sehen sind dient vielleicht dem Image von Wiesenhof, ist aber kein Ersatz für Wiesen und Wälder in denen nichtdomestizierte Hühner in Gruppen mit bis zu 20 Artgenossen zusammen leben. Auch dass Wiesenhof sich regelmäßig mit dem Deutschen Tierschutzbund austauscht hat vielleicht vereinzelten zur Legitimation von Gefangenschaft und Tötung der Hühner, Enten und Puten geführt, aber kaum was an den katastrophalen Haltungsbedingungen und nichts am gewaltsamen Tod, der sie nach wenigen Wochen in einem Schlachthof erwartet, geändert.

Atze Schröder, haben Sie sich bei ihrer intensiven Beschäftigung mit Wiesenhof auch mit den Werkvertragsarbeiter_innen unterhalten, die in den Schlachtfabriken von Wiesenhof für einen Hungerlohn schuften müssen und selbst minimale Arbeitsrechte verwehrt bekommen?

Haben Sie mit den Kleinbäuer_innen, denen durch den Futtermittelanbau ihre Lebensgrundlage zerstört wird, geredet?

Oder mit den Menschen, die durch den hohen Pestizideinsatz in diesen Gebieten krank werden?

Waren Sie eigentlich in den abgefackelten Regenwaldgebieten, die dem Futtermittelanbau weichen müssen?

Haben Sie mal mit Angehörigen der 30.000 Menschen, die jährlich allein in Deutschland durch die Verbreitung von antibiotikaresistenten Keimen sterben, gesprochen?

Atze Schröder, wir fordern sie noch einmal auf: Beenden Sie den Werbevertrag mit Wiesenhof!

AK Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne gegen Tierfabriken

Wir behalten uns eine Veröffentlichung des weiteren Schriftwechsels vor.

Rückblick auf den Abend mit Atze Schröder

Wer lachen will und Beifall klatschen bei Atze Schröders Bühnenshow „Richtig fremdgehen“ muss ziemlich tolerant sein. Tolerant gegenüber einleitenden Videoszenen mit eindeutigen sexualisierten Übergriffen; tolerant gegenüber Witzen, in denen billige Geschlechter-Klischees bedient werden, und tolerant gegenüber dem mehrfach transportierten Bild, dass Frauen vor allem zwei Funktionen zu erfüllen hätten: schön und jederzeit für Sex zu haben zu sein.
Wer gestern Abend bei Atze Schröders Auftritt in Braunschweig war, sah sich zusätzlich noch mit der Information konfrontiert, dass der Entertainer Werbung für Wiesenhof macht. Denn vor der Veranstaltungshalle am Europaplatz forderten zwanzig Demonstrierende die Kündigung des Werbevertrags zwischen Comedian und Fleischkonzern. Sie verteilten Flugblätter, hielten Reden, sprachen mit Showbesucher_innen und präsentierten ihre Message auf Bannern und Infowägen.

Entlang der Schlange am Einlass wurde gegen Atzes Kooperation mit Wiesenhof protestiert und mit Flyern informiert.

Entlang der Schlange am Einlass wurde gegen Atzes Kooperation mit Wiesenhof protestiert und mit Flyern informiert.

Ihre Kritik: Atze Schröder fördere Umweltzerstörung und Ausbeutung, indem er sich grinsend in Hühnermastanlagen ablichten lasse. Diese Fabriken stünden für milliardenfaches Leid der darin gehaltenen Hühner, für die Unmöglichkeit, ihre grundlegendste Bedürfnisse zu befriedigen, sowie für massenhaftes Zusammenbrechen unter dem eigenen Körpergewicht. Ocean R. betonte zudem in einem Redebeitrag: „Die verwendeten Futtermittel werden aus Südamerika importiert. Dort werden dafür Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben und ermordet.“

Den Demonstrant_innen ging es um weit mehr als lediglich Atze und Wiesenhof - die Aktion richtete sich auch gegen jede andere Form der Tierausbeutung.

Den Demonstrant_innen ging es um weit mehr als lediglich Atze und Wiesenhof – die Aktion richtete sich auch gegen jede andere Form der Tierausbeutung.

Lokale Medien berichteten über die Aktion und weitere Proteste gegen Atzes Wiesenhof-Werbung, online hier
und (kostenpflichtig) hier

Flyer

Einen Flyer den ihr gerne für Aktionen ausdrucken und verwenden könnt findet ihr hier

Tourdaten von Atze Schröder

Fr 01.05.15 München Circus-Krone-Bau
Sa 02.05.15 München Circus-Krone-Bau
So 03.05.15 Stuttgart Porsche Arena
Do 12.11.15 Wesel Niederrheinhalle
Fr 13.11.15 Nordhorn Euregium
Sa 14.11.15 Magdeburg Stadthalle
So 15.11.15 Bielefeld Seidenstickerhalle
Do 19.11.15 Düren Arena Kreis Düren
Fr 20.11.15 Hamm WestPress Arena
Sa 21.11.15 Hamm WestPress Arena
So 22.11.15 Bochum Ruhrcongress
Do 26.11.15 Aurich Sparkassen Arena
Fr 27.11.15 Bremerhaven Stadthalle
Sa 28.11.15 Quakenbrück Artland Arena
So 29.11.15 Hameln Rattenfänger Halle
Do 03.12.15 Bonn Beethovenhalle
Fr 04.12.15 Hemer Grohe Forum am Sauerlandpark
Sa 05.12.15 Paderborn Sportzentrum Maspernplatz
So 06.12.15 Siegen Siegerlandhalle
Mi 09.12.15 Amriswil Pentorama
Do 10.12.15 Zürich Volkshaus
Fr 11.12.15 Bern Nationaltheater
Sa 12.12.15 Basel Saalbau Rypark am Rhein
Sa 06.02.16 Münster Halle Münsterland
Fr 12.02.16 Nürnberg Meistersingerhalle
Sa 13.02.16 Karlsruhe Schwarzwaldhalle
Do 18.02.16 Bamberg Brose Arena
Fr 19.02.16 Kassel Rothenbachhalle
Sa 20.02.16 Fulda Esperantohalle
So 21.02.16 Wetzlar Rittal Arena
Do 25.02.16 Schwerin Sport & Kongresshalle
Fr 26.02.16 Neubrandenburg Jahnsportforum
Sa 27.02.16 Rostock Stadthalle
Fr 04.03.16 Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle
Sa 05.03.16 Oberhausen König-Pilsener-Arena
So 06.03.16 Wuppertal Uni Halle
Fr 11.03.16 Bremen ÖVB Arena
So 13.03.16 Lingen Emslandarena
Sa 09.04.16 Dortmund Westfalenhalle
Sa 16.04.16 Hannover Swiss Life Hall4

Quellen

¹, ² und ³ www.wiesenhof-news.de
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