Einwöchiger Platzverweis für 30 Aktivist_innen in Wietze

Riesiges Polizeiaufgebot schützt Schlachtfabrik

– Pressemitteilung vom Bündnis für Tierbefreiung –

Wietze (Celle) – Auf dem Weg zur Rothkötter-Schlachtfabrik in Wietze wurden am 8. Juli ca. 30 Personen von der Polizei von 6 bis 10 Uhr festgehalten und durchsucht. Dabei stellten sie Transparente und Blockademittel sicher. Eingesetzt wurden insgesamt drei Hundertschaften der Polizei.

Die Aktivist*innen hatten Transparente mit Aufschriften wie „Rothkötters Schlachtfabrik abschaffen – Tierausbeutung beenden“ und „Rothkötter macht mit: Zerstörung von Mensch, Tier und Natur im Akkord“ sowie Fässer und ein Dreibein (Tripod) zum Blockieren dabei. „Dieser Schlachthof macht fast allen das Leben schwer und das Sterben einfacher“ so Anna, eine der Aktivist*innen.

Polizei und Staatsschutz hatten einen drei Hundertschaften umfassenden Großeinsatz eingeleitet, welcher mögliche Blockaden oder ähnliches unterbinden sollte. Die geplante Aktion ist im Vorfeld aufgeflogen, da dieser offensichtlich massive Überwachungsmaßnahmen der Polizeibehörden vorausgegangen waren.

„Die Polizei zeigte mit ihrem Vorgehen, wie viel Aufwand es bedarf, um eine kleine Zahl motivierter Aktivist*innen von ihrem Vorhaben abzuhalten. Dies zeigt auch, wie viele Ressourcen in dieser Gesellschaft bereitgestellt werden, um einen Ausbeutungsbetrieb am Laufen zu halten“, so Arthur, einer der Beteiligten. So waren an diesem Morgen auch spezielle insatzfahrzeuge der Technikeinheit vor Ort.

Hintergrund der Aktion ist unter anderem, dass in der Wietzer Riesenschlachtfabrik zahlreiche Arbeiter*innen unter fragwürdigen Bedingungen beschäftigt sind, um maschinengestützt massenhaft Hühner umzubringen und weiterzuverarbeiten. Diese werden unter entsetzlichen Bedingungen aufgezogen und mit gentechnisch manipuliertem Futter gemästet, für welches Menschen und Tiere aus ihren Lebensräumen vertrieben werden.

Aktivist der Kampagne gegen Tierfabriken klagt gegen die Polizei Lüneburg

Aufruf zur kritischen Begleitung der Verhandlung beim Verwaltungsgericht Lüneburg

Am 22. April 2015
9.15 Uhr
Verwaltungsgericht Lüneburg
Sitzungssaal 1

Gegenstand ist eine Klage gegen einen einwöchigen Platzverweis rund um die Schlachtfabrik in Wietze, der einen Tierbefreiungsaktivisten der Kampagne gegen Tierfabriken und 30 weiteren Aktivist_innen des Bündnisses für Tierbefreiung am 8. Juli im Rahmen eines spektakulären Polizeieinsatzes ausgesprochen wurde.

Wir freuen uns über eine kritische Öffentlichkeit.

Hintergrund:
Seit 5 Jahren kämpfen wir kontinuierlich gegen Neu- und Ausbauten von Schlachtfabriken in Niedersachsen und die damit verbundenen katastrophalen und tödlichen Folgen für Tiere, Menschen und Umwelt.


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Wir blicken auf eine Geschichte von – für Politik und Industrie – unbequemer Öffentlichkeitsarbeit und störenden Aktionen.

Leider aber auch auf eine Geschichte der Repression:
Ermittlungsverfahren, ED-Behandlungen, Strafprozesse, Hausdurchsuchung, Spitzeleinsatz, Telefonüberwachungen, Aufenthaltsverbote und Platzverweise. Viel wurde und wird von Seiten der Repressionsbehörden im Dienste der Fleischindustrie, versucht um den Widerstand zu brechen und Protest zu verhindern. Aufgrund Solidarischer Unterstützung und den damit verbundenen Bewusstsein das eine Bewegung und viele Genoss_innen hinter uns stehen konnten wir Immer wieder unter Beweis stellen das wir trotz massiver repressalien nicht bereit sind unsere Kämpfe einzustellen und der Repression mit Gegenangriffen antworten.

So konnten wir nach einer Intensiven Recherche die V-Person Ralf Gross öffentlich enttarnen und die Einstellung edlicher Verfahren und die Aufhebung eines halbjährigen Aufenthaltsverbotes erwirken.

1 So analysiert das LKA Niedersachsen die Auswirkungen von Tierrechtsaktivismus in Niedersachsen
Quelle: http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/Auswirkungen-von-Tierrechtsaktivismus

Medienberichterstattung

08.07.2013 Kreiszeitung Polizei stoppt Tierschützer-Blockade bei Celle Verweis
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08.07.2013 Cellesche Zeitung Blockade des Schlachthofs verhindert Verweis
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08.07.2013 unser Ort Wietze / Blockade verhindert Verweis
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