Pressemitteilung: Aktivist_innen besetzen geplante Baufläche der WIESENHOF-Schlachtfabrik

bauplatzbesetzung1Gestern wurde von Tierbefreiungs-Aktivist_innen der geplante Bauplatz des PHW-Konzerns/WIESENHOF für einige Stunden symbolisch besetzt. PHW plant mit dem Neubau, die Kapazität der bisher existierenden Schlachtfabrik zu verdoppeln. Im derzeit operierenden Betrieb finden täglich 120.000 Hühner den Tod, nachdem sie in den Mastanlagen innerhalb von 4 Wochen auf ihr Schlachtgewicht gemästet wurden. Die Hühner verbringen ihr kurzes Leben dichtgedrängt auf ihrem eigenen Kot.

Eine Sprecherin der Aktivist_innen, Jutta Zimmermann, kommentiert die Aktion: „In der Schlachtfabrik werden tausende fühlende Individuen im Sekundentakt gewaltsam umgebracht! Den Plänen von WIESENHOF zufolge soll sie für 250.000 Hühner pro Tag ausgebaut werden. Unsere Besetzung soll ein Zeichen setzen, dass wir bereit sind, den geplanten Ausbau der Schlachtfabrik zu verhindern. Das Schlachten muss endlich aufhören!“

Nach wenigen Stunden verließen die Tierbefreiungs-Aktivist_innen das Feld wieder. PHW/WIESENHOF will seit Jahren die bestehende Schlachtfabrik erweitern. Das Genehmigungsverfahren verzögerte den Baubeginn bisher jedoch erheblich.bauplatzbesetzung

Am Vormittag wurde bereits in der Innenstadt von Nienburg eine Kundgebung gegen die Geschäfte der Fleischindustrie abgehalten: Außer den Hühnern leiden auch die in der Regel schlecht bezahlten Beschäftigten unter den Folgen der industriellen Tiernutzung: Der Schlachthof ist ein außerordentlich gefährlicher Arbeitsplatz, immer wieder kommt es zu Verletzungen von Angestellten, da die hohe Geschwindigkeit der Fließbänder maximale Effizienz garantieren soll. Abgesehen davon ist der tierindustrielle Komplex, neben der Autoindustrie, der größte Produzent von klimaschädigendem CO2.

Mit den Aktionen von diesem Samstag geht eine,aus Sicht der Aktivist_innen, erfolgreiche Woche zu Ende. Ziel des nahe Nienburg stattfindenden Aktionscamps gegen Tierfabriken war es, auf das in jeder Hinsicht gewalttätige Agieren der Fleischindustrie aufmerksam zu machen. Am Donnerstag erst war es zu einer stundenlangen Blockade der Firmenzentrale der PHW-Gruppe und assoziierter Betriebe in Rechterfeld durch Aktivist_innen gekommen. Aufgrund der Ankettung mehrerer Personen konnte die Polizei die Blockade erst nach sieben Stunden beenden. Auch weitere Kooperationspartner von PHW waren im Rahmen des Camps Ziel von Protestaktionen, wie z.B. das Bauunternehmen D+S Montage in Stuhr und die Brunnenbaufirma A. Kessing in Damme.
Die Aktivist_innen werden ihren Widerstand gegen die Schlachtungen bei WIESENHOF und der gesamten PHW-Gruppe aufrecht erhalten.