Soliwoche: Solifoto in Frankfurt am Main

Gestern gab es in Frankfurt am Main eine weitere Soliaktion. Vielen Dank!

Unsere Solidarität mit den Repressionsbetroffenen des Bogen-Prozesses

Das Schlachten beenden! Gegen Wiesenhof und seine Welt der industriellen Tierhaltung!

Am 28. Februar stehen acht Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Ihnen wiederum wird zur Last gelegt, sich am 22. Februar 2016 an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen beteiligt zu haben. Die vorgeworfenen Straftaten lauten hier Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Um den Repressionsbetroffenen des Bogenprozesses zu zeigen, dass sich viele Aktive aus der Tierbefreiungsbewegung solidarisch hinter sie stellen und sie vor Gericht nicht allein stehen, haben wir am Sonntag, den 25.2 nach unserer Kundgebung gegen die Tierausbeutung von Apassionata ein Soli-Foto aufgenommen.

Unsere Solidarität mit den Repressionsbetroffenen des Bogenprozesses – sowie für alle anderen Menschen, die für ihr emanzipatives Befreiungsstreben unmittelbare Repression erleiden müssen! Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle!

Bis jeder Käfig leer ist! Für eine Gesellschaft, in der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen und Tieren unmöglich ist!

www.frankfurt-zirkus.org

Soliwoche: Flyeraktion in Bogen und Straubing!

Und noch eine Aktion gab es am ersten Tag der Soliwoche! Das macht dann schon drei Aktionen allein an einem Tag! Aktivist*innen haben schonmal die Schlachtfabrik in Bogen und den Ort des Gerichtsprozesses besucht!

Hier der Aktionsbericht:

Heute, am 24. Februar haben vier Aktivist_innen Flyer mit Informationen zum Prozess und den Hintergründen zur Blockade in Breitenweinzier, Bogen und Straubing verteilt. Mit zwei Bannern statteten sie der Wiesenhof-Schlachtfabrik einen Besuch ab, um Solidarität mit den angeklagten Aktivist_innen kundzutun. weiterlesen

Soliwoche: Aktion gegen Wiesenhof am Weserstadion in Bremen!

Die Soliwoche geht gut los! Am 24ten Februar gab es neben unserer Aktion bei Lidl und Aldi in Braunschweig (siehe vorheriger Beitrag) noch eine Aktion von „Marxismus und Tierbefreiung“, „Tierbefreiung Hamburg“ und weiteren Gruppen und Aktivist*innen gegen Wiesenhof beim Fussballspiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem HSV!

Es folgt der Aktionsbericht:

Von „Marxismus und Tierbefreiung“ (Links sind Facebooklinks!)

Gemeinsam mit Tierbefreiung Hamburg, der Tierrechtsinitiative Hamburg und zahlreichen Bremer Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung haben wir heute vor dem #Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem HSV die Fans auf dem Weg zum #Weserstadion über die Repression von #Wiesenhof gegen die 8 SchlachthausbesetzerInnen informiert. weiterlesen

Erste Soliwochen-Aktion gegen die „Initiative Tierwohl“ und Wiesenhof!

In Braunschweig haben heute einige Aktivist*innen der Kampagne gegen Tierfabriken – Niedersachsen – (KgT) die Aktions- und Solidaritätswoche mit einer Aktion bei Lidl und Aldi eingeleitet. Sie füllten Einkaufswägen mit „Tierwohl“- Geflügelfleisch von Wiesenhof, hingen Bilder an die Wägen und stellten diese in den Discountern ab. Die Bilder zeigten die tatsächlichen Zustände in den Hühner-Mastanlagen und kritisierten die „Initiative Tierwohl“, die Naturzerstörung und die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Was dazu führte, dass viele Kund*innen interessiert an den Einkaufswägen verweilten und sich über unsere Kritik informierten. Diese Aktion widmen wir auch den angeklagten Aktivist*innen, die sich Ende Februar und Mitte Mai vor Gericht wieder finden müssen, weil sie aktiv dieses ausbeuterische System gestört haben. weiterlesen

– weitere Solidaritätserklärung erschienen –

Morgen beginnt die Solidaritätswoche – heute wurden schon zwei Solidaritätserklärungen veröffentlicht.

Folgenden Beitrag haben wir soebend auf der Internetplattform Indymedia endeckt:

Solidarität mit den Angeklagten von Bogen!

Am 28. Februar stehen acht Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Sie sollen sich am 22. Februar 2016 an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Bogen beteiligt haben. Die vorgeworfenen Straftaten lauten Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Dieser Protest wird illegalisiert, ist aber legitim. weiterlesen

Wir gegen Wiesenhof – Solidarität mit den Schlachthofbesetzer*innen

Wir danken dem Bündnis Marxismus und Tierbefreiung und allen Unterzeichner*innen für diese Solidaritätserklärung!

Solidarität mit den acht SchlachthofbesetzerInnen von Bogen und Wietzen-Holte

„Wer im Stich läßt seinesgleichen, läßt ja nur sich selbst im Stich.“
Bertolt Brecht

Ende Februar und Anfang Mai wird acht Tierbefreiungs- und TierrechtsaktivistInnen aus ganz Deutschland vor dem Amtsgericht im bayrischen Straubing und vor dem niedersächsischen Landgericht Verden der Prozess gemacht. Ihnen wird „Sachbeschädigung“, „Nötigung“ und „Hausfriedensbruch“ vorgeworfen. weiterlesen

Soli-/Aktionswoche: Kundgebung in Gießen am 03ten März!

In Gießen findet am 03ten März im Rahmen der dezentralen Soli-/ Aktionswoche (24ter Februar bis 03ter März) eine Kundgebung statt! Veranstaltet wird diese von der Tierrechtsgruppe Gießen.

Beteiligt auch ihr euch an der Soli-/ Aktionswoche und schickt uns gerne Berichte/Fotos von euren Aktionen.

Infos zur Soli-/ Aktionswoche:

Aufruf zur Solidarität!

::: Kommt am 28.02.2018 nach Straubing! :::
::: Prozess gegen acht Tierbefreiungsaktivist*innen! :::
::: Beteiligt euch an der Soli-/ Aktionswoche vom 24.2 bis 03.03! :::

Am 28. Februar stehen sieben Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Ihnen wird zur Last gelegt, sich am 22. Februar 2016 an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen (Niederbayern) beteiligt zu haben. Die vorgeworfenen Straftaten lauten Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Die Großbaustelle der Donautal Geflügelspezialitäten GmbH in Bogen, besser bekannt unter dem Markennamen Wiesenhof, wurde im Frühjahr 2016 besetzt. Zwei Jahre später eröffnet die Staatsanwaltschaft den Prozess gegen acht der 30 Tierbefreiungsaktivist_innen. Diese protestierten auf und vor dem Baugelände gegen den Wiederaufbau der Hühnerschlachtfabrik des PHW-Konzerns in Bayern. Sie bekletterten zwei 30 Meter hohe Kräne und verhinderten so deren Weiterbetrieb. „Bis jede Schlachtfabrik still steht“, stand auf dem dort befestigten Großtransparent geschrieben. An einer anderen zentralen Stelle des Baugeländes, dem Baubüro, ketteten sich drei Aktivist_innen mit Bügelschlössern um ihren Hals aneinander, während weitere dort Protestschreiben verbreiteten, um ebenfalls die Aufrechterhaltung des Baubetriebes zu erschweren. Vor dem Gelände fand eine Kundgebung statt. Bis zu 300.000 Hühner können in der neuen Schlachtfabrik täglich getötet werden, welche im Laufe des Jahres 2016 wieder in
Betrieb ging. Von drei Uhr nachts bis 20 Uhr am Abend laufen die Förderbänder der Tötungsmaschine und werden von schlecht bezahlten, in unmenschliche Arbeits- und
Lebensverhältnisse hineingezwungene Arbeiter_innen bedient. „Die Schlachtfabrik ist ein Ort des Elends, der Gewalt und des Leids, der in einer Gesellschaft, die Werte wie Gerechtigkeit, Respekt und Mitgefühl vertritt, keinen Platz haben dürfte“, so eine der Aktivist_innen.

Dass nun staatliche Behörden politische Aktionen gegen Ausbeutung und Tötung kriminalisieren und Strafverfahren gegen Menschen einleiten, die sich für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen, statt gegen die PHW-Gruppe vorzugehen, zeigt die herrschenden Verhältnisse und muss deshalb nach wie vor bekämpft werden! Kommt am 28.02. als Beobachter*innen und Unterstützer*innen zu den Prozessen nach Straubing, um die Aktivist*innen in ihrem Kampf zu unterstützen!

Hinweis: Drei Prozesse finden zeitgleich statt –
10:00 Uhr im Amtsgericht – Kolbstraße 11, 94315 Straubing.
Eine Kundgebung vor dem Amtsgericht wird ab 09:00 Uhr stattfinden.

Auch wenn wir uns über Prozessbeobachter*innen und Teilnehmende an den drei Prozessen freuen, finden wir natürlich super, wenn Aktionen überall stattfinden – wie beispielsweise während der Aktionswoche von 24.02.-03.03.2018!

Wietzen-Holte: Keine Dringlichkeit für sofortigen Vollzug! Weiterhin kein Baubeginn!

Dass PHW/Wiesenhof gerne – wie beispielgebend im Werk Niederlehme (bei Berlin) – die Rechtskraft von Genehmigungen einfach mal überspringen möchte, ist inzwischen bekannt. Da macht die Nienburger Geflügelspezialitäten (Wiesenhof) in Wietzen-Holte natürlich keine Ausnahme. Wie es aus aktuellen Dokumenten vom Gewerbeaufsichtsamt Hannover hervorgeht, versuchte Wiesenhof zusammen mit der beauftragten Rechtsanwaltskanzlei „Prof. Versteyl Rechtsanwälte“ aus Hannover einen sofortigen Vollzug der Anfang Februar 2016 erteilten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zu erwirken. Mit anderen Worten heißt das, dass die Nienburger Geflügelspezialitäten mit dem Erweiterungs-Neubau ihrer Schlachtanlage in Holte sofort beginnen wollte. Da aber ein Widerspruchsverfahren gegen Wiesenhofs immissionsschutzrechtliche Genehmigung anhängig ist, muss die Rechtskraft der Genehmigung erst geprüft sein.

Doch darauf will die Nienburger Geflügelspezialitäten aber nicht warten müssen. Sie beantragte Anfang April 2016 den Sofortvollzug und begründete diesen Antrag unter anderem mit mangelnder Wettbewerbsfähigkeit des bestehenden Betriebes und damit, dass der PHW-Gruppe seit den Fabrikbränden in Bogen und Lohne in „ganz erheblichem Umfang“ Produktionskapazität fehlen würde. Man könne die angeblich steigende Nachfrage nach Geflügelfleisch in der bestehenden Fabrik nicht mehr decken. Außerdem wird man den „ (…) heutigen Anforderungen der anspruchsvollen Kunden nur noch bedingt gerecht; heutige moderne Anlagen können einen höheren Hygienestandard und eine bessere Produktqualität anbieten.“ Liest man da etwa ein Geständnis bezüglich aktueller mangelnder Hygienestandards in der Holter Schlachtfabrik heraus? Der zuständige Anwalt gegen Wiesenhof im Widerspruchsverfahren argumentierte bezüglich dieser Hygiene-Begründung von Wiesenhof ähnlich. Dieser merkte an, dass sollte es diesbezüglich Zweifel an der bestehenden Anlage geben, dann sollte man die entsprechenden Kontrollbehörden zur Schlachtfabrik schicken und im Zweifel den ganzen Laden gleich dicht machen.

Desweiteren widersprach die Gegenseite den Begründungen von Wiesenhof für den Sofortvollzug vollumfänglich. Die Produktionskapazität von Wiesenhof liege nicht so brach, wie es Wiesenhof im Antrag behauptete, da sogar noch exportiert wird und laut Zeitungsinterviews die Wiesenhof-Pressesprecherin kundtat, dass der Produktionsausfall wegen den Bränden durch andere Schlachtfabriken aufgefangen werden könne. Nebenbei wurde auch die reale Umsetzung für einen zeitnahen Neubau in Frage gestellt, da nach den zwei Schlachtfabrik-Bränden die VHV-Versicherung dem PHW-Konzern gekündigt hatte und es somit Schwierigkeiten geben könnte, einen Versicherungsschutz für die geplanten Baustellen zu vertretbaren Konditionen zu erhalten. Wiesenhofs Anwalt bestritt eine fehlende Versicherung dann auch erst gar nicht, sondern merkte lediglich an, dass eine Versicherung eine reine Unternehmensentscheidung ist.

Ungefähr ein Jahr lang ging so der rechtliche Streit um den Sofortvollzug, bis das Gewerbeaufsichtsamt im Juli 2017 der Nienburger Geflügelspezialitäten mitteilte: „Ich rege an, den Antrag zurückzunehmen. Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage halte ich die Erfolgsaussichten für eine Entscheidung im Interesse Ihrer Mandantin (Anm. KgT: Mandantin = Wiesenhof) für nicht gegeben.“ Diese angekündigte Ablehnung des Wiesenhof-Wunsches nach sofortigem Baubeginn wird unter anderem damit begründet, dass ein wirkliches Dringlichkeitsinteresse von Seiten Wiesenhofs vom Gewerbeaufsichtsamt nicht erkannt wurde, da Wiesenhof wohl seit dem 30ter Juni 2016 nicht weiter auf eine Entscheidung über den Anordnungsantrag hingewirkt hatte. Im August 2017 zog Wiesenhof in Holte seinen Antrag auf den Sofortvollzug zurück! So muss Wiesenhof nun noch etwas länger auf den Baubeginn ihres lang ersehnten Neubauprojektes warten. Neben der letztens erfolgten Teilstillegung der Wiesenhof-Fabrik in Niederlehme ist das ein weiterer kleiner Erfolg gegen Wiesenhofs Erweiterungspläne. Und da die Nienburger Geflügelspezialitäten nun aufgrund des ihr stetig entgegen kommenden Widerstands schon seit Jahren auf ihren Neubau warten muss, kann man nur hoffen und vor allem auch dafür sorgen, dass es auch in Zukunft so bleibt!

Bilder für Solidaritätsaktionen!

In fast einer Woche beginnt die dezentrale Aktions- und Solidaritätswoche.

Falls ihr noch unentschlossen seid wie ihr die Kritik an Wiesenhof und der Tierproduktion bei Aktionen visualisieren könnt, findet ihr hier ausgewählte Bilder die darauf warten aufgehengt und verklebt zu werden.

Hier findet ihr den Aufruf

Hier findet ihr einen Flyer

Hier findet ihr Bilder in hoher Auflösung

Berufungsprozess wegen Wiesenhof-Blockade verschoben! Aktionswochen-Flyer online!

Die Berufungsverhandlung am 26ten Februar vor dem Landgericht Verden wegen einer Schlachtfabrikblockade in Wietzen-Holte ist auf den 14ten Mai, um 9 Uhr verschoben worden! Die
Aktionswoche wird vor dem Hintergrund des anderen Verfahrens am 28ten Februar in Bogen (Bayern) trotzdem stattfinden!

Weitere Infos findet ihr auch auf unserem Aktionswochen-Flyer! Den könnt ihr hier lesen und herunterladen:

http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/…/Soliwocheflyer.pdf
Falls ihr den Flyer nutzen möchtet, aber gerne noch was ändern möchtet was z.B. für eure Aktion relevant ist, meldet euch gerne per Mail, dan werden wir euch die Layoutdatei zuschicken.

Baustopp von Rothkötters Mastanlagenkomplex in Brandenburg hat weiterhin Bestand


– In Groß Haßloh wird Franz Josef Rothkötter seine Spaziergänge bis auf weiteres weiterhin nur durch leere Mastanlagen machen können –

Hintergrund:
Nachdem in den Jahren 2009, 2010 und 2011 in Niedersachsen ein breiter Widerstand gegen industrielle Tierproduktion entstand und an den Planungen Europas größter Hühnerschlachtfabrik in Wietze bei Celle ein Kristialisationspunkt fand, bekam das Unternehmen Rothkötter (nach der PHW-Gruppe das zweitgrößte Geflügelfleischunternehmen Deutschlands) zunehmend schwierigkeiten genug Vertragsmäster*innen zu finden – die für sie Mastanlagen bauen und verwalten -. Die Gründung von zahlreichen Bürgerinitiativen, Besetzungen und Blockaden von Baustellen und eine Reihe von Brandanschlägen machten den Betrieb von Mastanlagen unattraktiv.

Um die entstandenen Verluste abzufedern versuchte es Rothkötter 2012 wohl mit einen eigenen Mastanlagenkomplex im brandenburgischen Groß Haßloh. 2012 beantragte die Prignitzer Broiler Mast GmbH (die zur Hälfte dem Rothkötter Geschäftsführer Wilfried Fleming gehört) einen Mastanlagenkomplex für 380.000 Hühner zu bauen.

Erfreulicherweise stieß Rothkötter in Groß Haßloh auch auf Widerstand. Auch hier gründete sich eine Bürgeriniative die zusammen mit dem Nabu auf juristischem Wege bis heute die Inbetriebnahme verhindern konnte. Am 25. Januar verlängerte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg den Baustopp und küdigte weiteren Klärungsbedarf an.

„Nach Einschätzung des Rechtsanwalts des Nabu, Peter Kremer, sei das Verfahren auf einem guten Weg. Es werde sich sehr plausibel zeigen lassen, dass es zu Beeinträchtigungen gesetzlich geschützter Biotope durch Stickstoffeinträge aus der Anlage kommen würde, sagt er. Der Vorsitzende des Nabu Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch, ist mit der Verhandlung zufrieden. „Die Richter haben sich sehr intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt. Das Gericht wird nach unserer Einschätzung grundlegend die Frage prüfen, ob eine solche Anlage wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt dort zulässig ist.“

Die Sprecherin der Bürgerinitiative Wittstock Contra Industriehuhn, Andrea Stelmecke, stellt fest, dass die BI, die den Nabu in dem Klageverfahren unterstützt, weiterhin einen langen Atem haben werde. „Wir werden den Kampf gegen die Anlage bis zum Schluss durchhalten.“ (Quelle: MAZ)

Wir wünschen „Wittstock Contra Industriehuhn“ weiterhin viel Kraft und Ausdauer. Auf das die fast fertiggestellten Masthallen rückgebaut oder für Menschen, Tieren und der Natur zugute kommenden Dingen genutzt werden wird.

Kundgebung: Animal Liberation is not a Crime!

Für eine Aktion im Rahmen der dezentralen Aktions- und Solidaritätswoche (24. Februar bis 3. März) wird bereits mobilisiert. Unsere Genoss*innen von der Tierrechtsgruppe Gießen organisieren für den 26ten Februar eine Kundgebung vor dem Landgericht Verden.
Zeigt euch solidarisch und kommt vorbei!

Immer wieder werden Menschen, die sich für Tier- und Menschenrechte und gegen die Ausbeutung und Unterdrückung von Wehrlosen engagieren, belächelt, angefeindet und kriminalisiert.

Allein am Standort Wiesenhof-Mutterkonzern PHW_Gruppe in Wietzen (Landkreis Nienburg) werden derzeit 140.000 Tiere pro Tag getötet. In einer neu geplanten Anlage des Wiesenhof-Konzerns soll die Schlachtleistung auf 250.000 Tiere erhöht werden.

Ein Tierbefreiungsaktivist wurde wegen einer (mutmaßlichen) Nötigung zu 3 Monaten Haft – ohne Bewährung – verurteilt, weil er sich an eben diesem Standort auf einen LKW des Konzerns gesetzt und ihn so an der Weiterfahrt gehindert haben soll. Gegen dieses Urteil wurde Berufung eingelegt und es kommt am 26. Februar in Verden zu einer erneuten Verhandlung.

Am 28. Februar stehen acht weitere Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, sich an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen beteiligt zu haben.

Wir erklären uns solidarisch mit den Aktivist*innen und haben für den 26.02.2018 eine Kundgebung vor dem Landgericht in Verden angemeldet (8:00 bis 18:00). Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Grausamkeiten bei Wiesenhof und Repression setzen.

Aufruf zur dezentralen Aktions- und Solidaritätswoche – vom 24. Februar bis zum 3. März 2018 –

Das Schlachten beenden!

Gegen Wiesenhof und seine Welt der industriellen Tierhaltung

Seit einigen Jahren schon folgen in regelmäßigen Abständen Aktionen, die direkt in das mörderische Geschäft des Fleischunternehmens „PHW-Gruppe“ (Marke Wiesenhof) eingreifen und die Kritik an der Fleischindustrie und deren gesellschaftliche Grundlage praktisch werden lassen.

Diverse Repressionsbehörden interpretieren diese Aktionen als Straftaten und ermittelten gegen einzelne Aktivist*innen. Einige von ihnen müssen immer wieder mit Strafverfahren rechnen.

Am 28. Februar stehen sieben Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Ihnen wiederum wird zur Last gelegt, sich am 22. Februar 2016 an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen beteiligt zu haben. Die vorgeworfenen Straftaten lauten hier Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Am 14. Mai, hat ein Genosse vor dem Landgericht Verden seine Berufungsverhandlung. Vorgeworfen wird ihm, sich am 2. August 2016 an einer Blockade der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Holte beteiligt zu haben. 2017 wurde er in Nienburg wegen Nötigung zu 3 Monate Haft ohne Bewährung verurteilt; er war nicht vorbestraft. Das Urteil begründete Richter Förtsch u.a., indem er die Aktionsformen mit denen der SA (der paramilitärischen Kampforganisation der NSDAP) verglich.Dieses Urteil darf so nicht stehenbleiben! 

Dies ist eine Gelegenheit, dass alle, denen die mit den Schlachtfabriken verbundenen Themen nicht gleichgültig sind, zur Tat schreiten oder sich mit den Aktionen solidarisch zeigen.

Wählt selbst die zu euch passende Aktionsform und den Themenbezug aus: ob Wiesenhof speziell,Tierausbeutung, Umweltzerstörung, Klimawandel, Justiz, Gefängnisse und Repression, etc.: vieles ist denkbar und machbar! Die Themen sind universeller Natur und können an die lokale Situation angepasst werden.
Auch Aktionsformen gibt es viele .. ,z.B.
-Infostände
-Straßentheater
-Kommunikationsguerilla
-direkte Aktionen

Auch das Sammeln und Spenden von Geld wird dazu beitragen, dass die zu
erwartenden Kosten, die das Verfahren nach sich ziehen wird, auf viele
Schultern verteilt wird: Organisiert Solipartys, -Küfas, -Brunches!

Macht deutlich, dass die Angeklagten nicht alleine sind, beteiligt euch an der Aktionswoche und kommt zu den Prozessen!

Montag, 26.02.2018,9 h am Landgericht Verden, Johanniswall 6, Verden.
Mittwoch, 28.02.2018, 9 h Amtsgericht Straubing, Kolbstraße 11, Straubing.

Unser Widerstand ist legitim, notwendig und dringlich – und er wird weitergehen!

Bitte macht Fotos von der Aktion und schickt sie am besten mit kleinen Berichten an: kampagne-gegen-tierfabriken@riseup.net Den pgp findet ihr hier

Spenden könntet ihr auf folgendes Konto:
Spenden und Aktionen
DE29 5139 0000 0092 8818 06
VBMHDE5F
Volksbank Mittelhessen
Verwendungszweck: Kampagne gegen Tierfabriken (bitte unbedingt angeben)

Aktuelle Infos sowie weitere Aktionsankündigungen findet ihr unter:
kampagne-gegen-tierfabriken.info

Die Pressemitteilung der Baustellenbesetzung findet ihr hier:
http://mastanlagenwiderstand.de/proteste-gegen-den-wiederaufbau-der-schlachtfabrik/

Die Pressemitteilung der Schlachtfabrikblockade findet ihr hier:

Jetzt: Blockade an der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen-Holte!

Einen Bericht zu den oben genanten Urteil findet ihr hier:

Skandalurteil aus Nienburg: Ziviler Ungehorsam in der Unrechtstradition der SA?

Vortragsreihe in BS: Natur(zerstörende) Verhältnisse – Kapitalismus, Klimawandel, Rechte Ideologie

Zum Jahresbeginn 2018 möchten wir euch alle zu unserer Vortragsreihe in Braunschweig mit drei spannenden Veranstaltungen einladen:

18.01.2018, 19.00 Uhr, Nexus: Klimaschutz im Kapitalismus – ein (un)mögliches Unterfangen?!

25.01.2018, 19.00 Uhr, Neustadtmühle: Fossile Energien und entfesseltes Wachstum. Ein kurze Geschichte kapitalistischer Energieerzeugung

09.02.2018, 19.00 Uhr, Neustadtmühle: „Natur“ – ein (un)wichtiger Bestandteil rechter Ideologie?

 

Hier findet ihr nähere Infos:

Am 18.01.2018 um 19 Uhr, Nexus (Frankfurter Str. 253b)

Klimaschutz im Kapitalismus – ein (un)mögliches Unterfangen?!

„Die kapitalistische Produktion entwickelt […] die Technik und die Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt. Die Erde und den Arbeiter.“ Karl Marx

Verschwundene Inseln, verstärkt auftretende Wirbelstürme, Starkregen, Dürren, über 50 Millionen Menschen, die sich vor den Auswirkungen des Klimawandels auf der Flucht befinden – die Auswirkungen des Klimawandels sind für Menschen, Tier und Umwelt katastrophal. Daher besteht die dringende Notwendigkeit etwas dagegen zu tun. 2015 haben sich fast alle Regierungen der Welt in Paris darauf geeinigt, dass sich das Klima bis 2050 nicht mehr als 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhitzen darf. Alle Regierungsvertreter*innen haben sich dazu verpflichtet konkrete Klimaschutzpläne zu entwickeln mit deren Hilfe sie dieses Ziel erreichen werden. Seitdem ist nicht viel passiert. Im Gegenteil – Kohleminen werden weiterhin ausgebaut, Autobahnen und Flughäfen vergrößert und Tierfabriken erweitert. In dem Vortrag wollen wir der These nachgehen und gemeinsam diskutieren, dass wirksame Klimaschutzpläne im Widerspruch zur kapitalistischen Produktion stehen und dass die Überwindung des Kapitalismus eine Voraussetzung zum Erhalt des Lebens auf der Erde ist.

Für eine antikapitalistische Umweltbewegung und ein ökologische Linke!

Am 25.01. um 19.00 Uhr, Kinder- und Jugendzentrum Mühle (An der Neustadtmühle 3)

Fossile Energien und entfesseltes Wachstum. Ein kurze Geschichte kapitalistischer Energieerzeugung

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