Das Fleischsystem Deutschland

kampagne gegen tierfabriken - robin wood

In der aktuellen Ausgabe des Magazins der Umwelt-NGO Robin Wood gibt es einen Artikel in dem das Wachstum der deutschen Fleischindustrie kritisch analysiert und zu einen breiten Widerstand dagegen aufgerufen wird. (Das Fleischsystem Deutschland S 30)

Die digitale Ausgabe des Magazins findet ihr hier

Printfassungen können über www.robinwood-shop.de, per Telefon 040 380892-0 oder E-Mail: info@robinwood.de bestellt werden.

– Spenden für Schlachtfabrikblockaden –

kampagne gegen tierfabriken

Die Blockadeaktion bei der Wiesenhof-Schlachtfabrik hat neben Nerven und Energie auch Geld gekostet. Da die Aktion von Aktivist*innen organisiert und gestemmt wurde die nicht dafür bezahlt werden und ihre freie Zeit dafür hergeben, sind wir auf solidarische Menschen angewiesen die unsere Arbeit und die Durchführung von Aktionen finanziell unterstützen. Auch haben die Cops bereits Strafverfahren angedroht. Falls es zu Prozessen kommen sollte, möchten wir jetzt schon mal dazu aufrufen die Betroffenen nicht alleine zulassen und gemeinsam die Kosten die evtl. durch eine Verteidigung vor Gericht oder durch Geldstrafen entstehen, zu organisieren.

Auf dass dieser Blockade noch viele weitere folgen und Wiesenhof jederzeit mit störenden Aktionen und finanziellen Einbußen rechnen muss! Bis jede Schlachtfabrik still steht!

Geld könnt ihr auf folgendes Konto spenden:

„Spenden und Aktionen“
IBAN: DE29 513 900 00 0092881806
BIC: VBMHDE5FXXX
Volksbank Mittelhessen
Verwendungszweck: „Kampagne gegen Tierfabriken – Wietzen“
(Den Verwendungszweck bitte unbedingt mit angeben, das Geld kann
sonst nicht richtig zugeordnet werden!)

Rückblick

kampagne gegen tierfabriken

Heute konnte die Tötungsmaschinerie der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen/Holte für ca. 6h erfolgreich gestoppt werden. Aktivist*innen hatten drei Zufahrtsmöglichkeiten durch Ankettvorrichtungen sowie das Beklettern eines LKWs blockiert. Die Aktion richtete sich dabei explizit gegen die kapitalistische Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Natur. Die Arbeiter*innen vor Ort, mit denen wir uns solidarisierten, teilten uns mit, dass die Fließbänder tatsächlich stillstanden!

Die Polizei hat mit immensem Aufwand Bügelschlösser, mit denen sich zwei Aktivist*innen an ein Tor gekettet hatten, durchtrennt und zwei Betonfässer, an denen jeweils zwei weitere Aktivist*innen festgekettet waren, entfernt.
Obwohl nach einiger Zeit Angestellte den Zaun an einer weiteren Stelle zerstörten, um einen temporären Zufahrtsweg zu schaffen, konnte der Betrieb der Schlachtfabrik nicht einwandfrei ablaufen. Zudem waren mehrere interessierte Journalist*innen vor Ort, um Blockierende zu interviewen und über die Aktion zu berichten. Ein Pressespiegel sowie weitere Bilder der Aktion folgen.

Wir bedanken uns bei allen an der Aktion Beteiligten für ihr Engagement! Der Kampf gegen Wiesenhof und jegliche andere Ausbeutungsmaschinerie wird weitergehen!

kampagne gegen tierfabriken

weitere Bilder findet ihr hier weiterlesen

Weder Schlachthöfe noch Schlachtfelder!

junepa

Aus der Pressemitteilung der ebenfalls heute stattfindenden Blockade der Rheinmetall-Rüstungsfabrik in Unterlüß:

„‚Entrüstet euch‘: Rheinmetalls Rüstungsfabriken in Unterlüß blockiert

Seit heute Morgen um 8 Uhr blockieren rund 40 Aktivist_innen zwei Fabriken des Rüstungsunternehmens Rheinmetall in Unterlüß bei Celle. Alle wichtigen Zufahrten der Fabriken sind durch Sitzblockaden versperrt, so dass Autos und LKWs dort nicht mehr auf das Werksgelände gelangen können. Dadurch ist der Betriebsablauf erheblich gestört. Die Aktivist_innen wollen mit ihrer Aktion ein deutliches Zeichen gegen Waffenproduktion und Rüstungsexporte setzen. Die Blockade soll weiterhin aufrecht erhalten werden.“

mehr auf: http://junepa.blogsport.eu/

Gegen die kapitalistische Tötungsmaschinerie! Weder Schlachthöfe noch Schlachtfelder!

junepa

Erste Bilder und Update von der Blockade

Stillstand- mehrere LKWs wurden durch die Blockade bereits davon abgehalten, die Schlachtfabrik zu erreichen.

kampagne gegen tierfabriken

Es gibt eine angemeldete Spontankundgebung vor dem Haupttor.

kampagne gegen tierfabriken

kampagne gegen tierfabriken

Es werden Transparente mit den Aufschriften:
„Menschen und Tiere sind kein Kapital“
und
„Schlachthoferweiterung verhindern“ gehalten.
Das Betonfass wurde mit der Aufforderung „Das Schlachten beenden“ besprüht. Ein Banner mit der Aufschrift „Refugees welcome“ soll die Verknüpfung zwischen Tierbefreiungs- und antirassistischen Kämpfen zum Ausdruck bringen.

Eine Grußbotschaft an die Arbeiter_innen von Wiesenhof wird durchs Megafon verlesen und als Flugblatt verteilt:

„An die Arbeiterinnen und Arbeiter.

Wir demonstrieren heute hier gegen den Schlachthof von Wiesenhof. Unser Protest richtet sich gegen den Konzern Wiesenhof/PHW-Gruppe, nicht gegen Sie!
Wir sind der Überzeugung, dass nicht nur die Tiere, die hier
verarbeitet werden, in besonderem Maße von Ausbeutung betroffen sind, sondern auch Sie als Arbeiterinnen und Arbeiter.

In der Vergangenheit haben wir miterlebt, dass die Protestaktionen teilweise den Arbeitsalltag der angestellten Arbeiterinnen und Arbeiter beeinflussten. Es ist nicht unsere Absicht Ihren Heimweg zu erschweren.

Unser Ziel ist es, dass Sie während der Protestaktion frei haben und die Produktion still steht! Unser Ziel ist es, dass aus den Schlacht- und Mastbetrieben andere Arbeitsstätten mit besseren Arbeitsbedingungen und
besserer Bezahlung werden und dass wir alle mitentscheiden können, wie arbeiten und produzieren, was wir produzieren wollen und wie das produzierte gerecht verteilt wird.

Wir wissen von Arbeiterinnen und Arbeitern von Wiesenhof, dass sie die Arbeitsbedingungen satt haben und dass sie es unwürdig finden, sich an der Tötung von Tieren beteiligen zu müssen. Außerdem drückt Wiesenhof die Löhne mit Hilfe von Werkverträgen und umgeht die ohnehin schlechten Arbeitsrechte in Deutschland.
In der Vergangenheit wurden andere Fabriken von Arbeiterinnen und Arbeiter besetzt. Diese wurden dann selbstorganisiert weitergeführt. Es gibt Betriebe mit besseren Arbeitsbedingungen. Es gibt Betriebe, in
welchen Menschen nicht dazu verpflichtet werden, sich an der Tötung von Tieren zu beteiligen und es gibt die Möglichkeit, dass wir ganz andere Produktionsverhältnisse erkämpfen, in denen es keine Chefs und Chefinnen
und keine Unterdrückten mehr gibt.

Vielleicht sind wir uns nicht in allen Punkten einig. Aber vielleicht darin, dass die derzeitige Situation auf jeden Fall nicht gut ist. Bitte schreiben Sie uns an, sodass wir in Austausch treten und eventuell gemeinsame Formen des Widerstandes entwickeln können.
Wir sind an Ihren Ängsten und Problemen als Arbeiterinnen und Arbeiter bei Wiesenhof/PHW-Gruppe interessiert.

Gerne möchten wir uns solidarisch mit Ihnen erklären und
zusammen kämpfen gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur!

Solidarische Grüße
die Blockiererinnen und Blockierer

kampagne-gegen-tierfabriken@riseup.net“

Blockade bei der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen/Holte

Pressemitteilung:

Die Fließbänder sollen still stehen!

Seit heute morgen um 10:00 Uhr sind die Zufahrten der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen/Holte (Schulstraße 8, 31613 Wietzen, Niedersachsen) für LKWs nicht mehr passierbar. Aktivist*innen blockieren teilweise angekettet an Betonfässer und einem Tor die Zufahrtswege der Fabrik. Zusätzlich wurden mehrere Fleischtransporter beklettert und so an der Abfahrt gehindert. Mit der Aktion wird erneut in den Betriebsablauf der Fleischindustrie eingegriffen. Das erklärte Ziel der Aktivist*innen ist es, den geplanten Ausbau der Schlachtfabrik zu verhindern und sich der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur direkt in den Weg zu stellen. Voraussichtlich wird die Aktion noch mehrere Stunden andauern.

„Diese Intervention ist ein Teil des Widerstands gegen den Kapitalismus, der in seinen elementaren Funktionsweisen, wie Wachstum und Profitmaximierung, Bedürfnisse von Menschen und Tieren systematisch untergräbt und auch keine Grenzen in der Belastbarkeit des Klimas kennt“, erklärt Greta M. zum Hintergrund der Aktion und weiter wird ausgeführt: „Die Schlachtfabrik, die wir als Ziel unserer Aktion gewählt haben, vereint in sich all die Verhältnisse, die es anzugreifen und zu überwinden gilt. Sie steht für die Degradierung allen Lebens zu verkäuflichen Waren. Die Blockade richtet sich demzufolge nicht gegen die Arbeiter*innen der Schlachtfabrik, die auch von Ausbeutung betroffen sind. Vielmehr möchten wir uns mit deren Arbeitskämpfen solidarisieren.“ weiterlesen

Ungewöhnliches Urteil, unkooperative Staatsanwältin, unwahre Bericht-Erstattung

Kampagne gegen Tierfabriken - Wiesenhof Rechterfeld

Bericht über Prozess gegen Tierbefreiungs-Aktivisten am Landgericht Oldenburg am 2. Mai:

„Das machen wir in Oldenburg nicht.“ war die Begründung der Staatsanwältin, weshalb sie den Rechtsbeistand ohne Staatsexamen – dafür aber mit Rechtskunde und Prozesserfahrung – nicht zulassen wollte. Richter Wiebe meinte zwar zunächst auch „Das geht nicht!“ und sprach von einem „Präzendenzfall“, er habe noch nie von einem solchen Antrag gehört, kam dann aber zusammen mit den Schöffen nach einer rechtlichen Belehrung durch den Verteidiger und den Angeklagten zu der Einsicht, dass es besser ist, wenn der Angeklagte einen Verteidiger hat.

Es ging im Prozess am Dienstag letzter Woche um die Blockade der PHW-Zentrale in Rechterfeld (Niedersachsen) im August 2015. Damals demostrierten zirka vierzig Leute gegen die massenhafte Ausbeutung und Vernutzung von Tieren, miese Arbeitsbedingungen und die katatrophenfolgenreiche Futtermittelproduktion des Fleisch-Riesen PHW aka Wiesenhof. 1

Der Logik der kapitalistischen Klassenjustiz folgend, folgten Prozesse gegen drei der Aktivist*innen. Die konkreten, gegen sie erhobenen Vorwürfe dürften wie üblich eher vorgeschoben worden sein und sind eigentlich unerheblich. Es gilt vor allem, die Interessen der Kapitalisten und der Polizei zu verteidigen. Trotzdem haben der Angeklagte und sein Verteidiger vor Gericht mit den Gesetzen argumentiert, warum ein Freispruch zu erteilen gewesen wäre.

Am Ende stand eine Verurteilung. Das Amtsgericht Vechta habe richtig entschieden, 40 Tages-Sätze. Das wurde zusammengepackt mit einer bereits bestehenden Strafe. Das neue Urteil des Landgerichts Oldenburg ist um 15 Tages-Sätze niedriger als das vorherige rechtskräftige Urteil und sogar 55 Tages-Sätze niedriger als die Summe der beiden bisherigen Urteile. Durchaus ein kleiner Erfolg.

Von einer Verschärfung des Urteils und einer deutlich höheren Strafe wusste hingegen der Autor Franz-Josef Höffmann in der Online-Ausgabe der Nordwest Zeitung vom 3. Mai zu berichten. Dazu noch ein paar weitere Fehler, die Sicht des Angeklagten weglassen, Wiesenhofs Verbrechen sowieso – und fertig ist der Prozess-Bericht. Ein kritischer Kommentar des Angeklagten wurde schnell von der Website gelöscht. 2

Nachdem dieser telefonisch nach dem Grund fragte, konnte ihm dieser nicht genannt werden. Es folgte weder eine Veröffentlichung des Kommentars noch eine Korrektur des Artikels. Stattdessen wurde am Freitag auch der NWZ-Artikel gelöscht, aber erstens ist eine genauso falsche und schlechte Kurz-Version davon immer noch online und zweitens hatte die Lang-Version bereits drei Tage lang Zeit gehabt, unwidersprochen auf die Leser*innen einzuwirken.

Wenn mensch die NWZ-Website durchstöbert und die jüngsten Artikel mit Wiesenhof-Bezug liest, so findet mensch dort keine einzige Kritik an dem Fleisch-Riesen. Aber was können wir schon erwarten von einer Zeitung, die zu einem großen Medien-Konzern gehört, dessen Millionen-Gewinne vor allem den zwei sie besitzenden, reichen Familien zufließen, von denen sich zwei Vertreter auch noch Graf und Gräfin nennen? 3


1 Aktions-Bericht: http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/pm-blockade-wiesenhof/

2 Hier kann der Kommentar nachgelesen werden.

3 Die Nordwest Zeitung wird herausgegeben von der NWZ Mediengruppe, die den Familien Köser und von Bothmer gehört. Stephan Bothmer und Gisela Bothmer, denen die Hälfte gehört, nennen sich Graf und Gräfin. Der NWZ-Konzern hat eine Bilanzsumme von über 120 Millionen Euro und erzielte in den Jahren 2014 und 2015 summiert einen Gewinn von über 19 Millionen Euro. (Quelle: Konzernabschluss der Nordwest-Medien GmbH & Co. KG zum Geschäfts-Jahr 2015)

Kommt zur Demonstration – Für die Schließung aller Schlachthäuser – nach Hannover!

marsch

Am 27ten Mai 2017 beginnt um 13 Uhr am Kröpcke in Hannover die weltweit stattfindende Demonstration: „Für die Schließung aller Schlachthäuser“. Veranstaltet wird diese von „ARIWA Hannover“, unterstützt von „Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit“ , von „Vita“ und von „Veganes Hannover“.

Auch einige Aktivist*innen der „Kampagne gegen Tierfabriken (KgT)“ wollen sich dieses Jahr an der Demonstration in Hannover beteiligen, um für die Befreiung von Mensch, Tier und Natur zu protestieren und mit hoffentlich vielen anderen Menschen deutlich zu zeigen, dass diese alltägliche Ausbeutung in den Fabriken überwunden gehört. In unserem jahrelangen Aktivismus gegen PHW/Wiesenhof müssen wir regelmäßig zusehen, wie die Tierfabriken immer größer werden und die Bedingungen darin nach wie vor undurchsichtig und schrecklich sind. Tierschutzlabels und andere Versprechungen für das sogenannte „Mehr Tierwohl“ sind und bleiben nur Beschönigungs-Versuche, um dem wachsenden Unmut gegenüber dem Leid in den Fabriken zu begegnen und an einem zerstörerischen System festzuhalten, was kompromisslos abgeschafft gehört! weiterlesen

Kampagne gegen Tierfabriken (KgT) beim 01ten Mai 2017 in Vechta!

Rede der KgT in Vechta

Rede der KgT in Vechta

Am 01ten Mai beteiligten sich einige KgT-Aktivist*innen an der 01ten Mai-Kundgebung in Vechta. Der Landkreis Vechta ist bekannt für seine starke Tierausbeutungsindustrie und Unternehmen wie die PHW-Gruppe/Wiesenhof betreiben hier unzählige Fabriken und auch der Hauptsitz von PHW liegt im Landkreis. Ein Grund mehr, genau da hin zu fahren, wo die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur so konzentriert stattfindet.

Die Kundgebung auf dem Europaplatz, in der Innenstadt Vechtas, fand unter dem Motto: „Reicher Landkreis – arme Arbeitnehmerschaft“ statt und thematisierte die schlechten Arbeitsbedingungen von Werkvertragsarbeiter*innen in der Fleischindustrie. Veranstaltet wurde die Kundgebung vom DGB Vechta und auch zwei Betroffenenberatungsstellen beteiligten sich am Protest. Mit Diskussionen, Infoständen, mit Bildern, die die unerträgliche Wohnsituation vieler Arbeiter*innen aufzeigten, wurde auf das Thema aufmerksam gemacht.

Auch wir als KgT waren mit einem Transparent (Aufschrift: „Für die Befreiung von Mensch, Tier und Natur: Solidarität mit den Arbeiter*innen der Fleischindustrie!“) und mehreren Flyern vor Ort, um zu zeigen, dass auch Tierbefreiungsgruppen sich den miserablen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie entgegenstellen und jegliche Form der Ausbeutung bekämpfen. weiterlesen

Landarbeiter*innen in Mato Grosso ermordet. Schon wieder!

soja mato grosso

Und schon wieder wurden Landarbeiter*innen in Mato Grosso (Brasilien) – bekannt für seine riesigen Sojafelder für die weltweite Tierindustrie – ermordet! Im Verdacht stehen von Großgrundbesitzer*innen angeheuerte Auftragsmörder*innen. Laut Familienangehörigen der vermutlich neun Opfer ging es um Landkonflikte.

Die industrielle Tierhaltung/Kapitalismus tötet nicht nur hier in den Fabriken. Macht was dagegen, sonst geht die Zerstörung von Leben und unserer Lebensgrundlage immer weiter!