Grundwasserentnahme: Nabu-Klage gegen Wiesenhof Lohne war erfolgreich!

Kein Wasser für Wiesenhof!

Jedoch wittert Wiesenhof noch Chancen – Mit gekauften Gutachter*innen!

„(…)Jährlich bis zu 800.000 Kubikmeter Grundwasser will der Konzern für Schlachthof fördern, der nach dem Brand gerade neu aufgebaut wird. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Genehmigung ist im Juli in letzter Instanz vom Bundesverwaltungsgericht verworfen worden.

Das Urteil begründete das Gericht vor allem mit einem formellen Fehler. Der Landkreis Vechta hatte im Verfahren auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet und somit aus Sicht der Richter falsch gehandelt.(…)“

„(…) Wiesenhof hat allerdings noch nicht aufgegeben. „Die Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten hat inzwischen einen neuen Antrag auf die Grundwasserentnahme in Höhe von 250.000 Kubikmeter pro Jahr gestellt“, sagt Jochen Steinkamp, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit vom Landkreis Vechta. Die Prüfung laufe derzeit.(…)“

„(…) Der Nabu traut einer mit dem neuen Verfahren fälligen Umweltverträglichkeitsprüfung nicht zu, die Risiken für Pflanzen- und Tierwelt aufzudecken. „Die Gutachter werden vom Antragsteller ausgewählt und bezahlt“, sagt Berater Neubauer. Er spricht von „Parteigutachten“.

Der Nabu-Vorsitzende von Vechta erhebt den gleichen Vorwurf: Wiesenhof beauftrage seit Jahren das gleiche geohydrologische Planungsbüro, kritisiert Ludger Frye.(…)“

Dieses Planungsbüro ist in Wietzen-Holte (so wohl auch in Lohne) übrigens das Ingenieurbüro H. -H. Meyer aus Bad Nenndorf.

http://www.taz.de/!5433067/

Wiesenhof und 800 illegal eingesetzte Arbeitskräfte! Gerichtsverfahren in Oldenburg!

Heute begann der Prozess gegen den Geschäftsführer von der Wiesenhof-Tochterfirma „Geestland Putenspezialitäten“ in Wildeshausen vor dem Landgericht Oldenburg. Und auch der ehemalige kaufmännische Leiter von PHW/Wiesenhof sitzt in diesem Verfahren auf der Anklagebank. Ihm wird in diesem Verfahren Beihilfe vorgeworfen. Es geht um den illegalen Einsatz von 800(!) Menschen, deren Arbeitskraft zu Dumpinglöhnen ausgenutzt wurde. Zehn Millionen Euro sollen dadurch eingespart worden sein. Weiterführend findet im kommendem Jahr noch ein Verfahren statt. Dort wird es darum gehen, dass nicht nur der Wiesenhof-Tochter-Schlachtfabrik in Wildeshausen, sondern auch PHW/Wiesenhof selbst illegal Arbeiter*innen verschafft wurden!!!

Macht diesen Laden endlich dicht!

Mehr dazu hier:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/wildeshausen-ort49926/geschaeftsfuehrer-geestland-angeklagt-8579409.html

4 Tage Ordnungshaft für Aktivisten – Never trust the judge!

Vielen Dank an die Genoss*innen vom Antirepressionskollektiv Koblenz für den Bericht vom gestrigen Tag!

27.07.17 – Nienburg. Ein Aktivist der Gestern seinen ersten Prozesstag wegen einer angeblichen Nötigung vergangenes Jahr erleben „durfte“ endete in einer Gefängniszelle.

Der Angeklagte soll mit dem Erklettern eines LKW im Rahmen einer Blockade-Aktion gegen die Firma Wiesenhof und deren Tierausbeutung den Fahrer vom Weiterfahren abgehalten und somit genötigt haben. weiterlesen

Wiesenhof-Gegner in Ordnungs-Haft! Prozess wegen Wiesenhof-Blockade ausgesetzt!

 
28ter Juli Update: Wir haben mit unseren Gefangenen Genossen telefoniert und bestätigt bekommen das er sich in der JVA Vechta befindet. Am Montag Nachmittag den 31. Juli wird er dort entlassen. Selbstverständlich werden wir ihn abholen.

Update: Laut Richter Förtsch befindet sich unser Genosse in der JVA Vechta. Diese Information wurde von der JVA allerdings noch nicht bestätigt. Wir werden weiter dran bleiben. Wer sich in der Zwischenzeit über die Anordnung der Ordnungshaft beschweren möchte kann dieses beim Amtsgericht Nienburg tun. 

Postanschriften: Amtsgericht Nienburg
Postfach 1112
31561 Nienburg
Telefon: 05021 6018-0 (Amtsgericht Nienburg)
Telefax: 05021 6018-60 (Amtsgericht Nienburg)

Heute fand im Amtsgericht Nienburg der erste Prozesstag gegen einen Aktivisten statt, dem vorgeworfen wird an einer Blockade der Schlachtfabrik in Wietzen-Holte beteiligt gewesen zu sein. In seiner Einlassung vor Gericht thematisierte er noch die Gewalt der Fleischindustrie und der Justiz, wenig später bekam er letztere gleich zu spüren. Der Aktivist beharrte auf sein Recht Befangenheitsanträge gegen den vorsitzenden Richter Förtsch stellen zu dürfen. Daraufhin verwies der Richter ihn aus dem Gerichtssaal, dieser Anordnung soll der angeklagte Aktivist nicht sofort nachgegangen sein. Nach dem Rauswurf verhängte Richter Förtsch vier tage Ordnungshaft gegen den Aktivisten und setzte den Prozess aus. Zur Zeit befindet sich der Aktivist in den Zellen des Amtsgerichts Nienburg.

Neue Infos findet ihr hier, oder auf unserer Facebookseite.

Einen ausführlichen Prozessbericht wird es in den nächsten Tagen noch geben.