Jetzt: Blockade an der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen-Holte!

Pressemitteilung:
Blockade an der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen-Holte!
20.07.2016, 14.00 Uhr

Seit heute Mittag blockieren mehrere Umwelt- und Tierbefreiungsaktivist*innen einen LKW der Nienburger Geflügelspezialitäten GmbH & Co. KG (PHW/Wiesenhof) in Wietzen-Holte. Diese Aktion richtet sich gegen die Ausbaupläne der Nienburger Geflügelspezialitäten und gegen die tägliche Ausbeutung in den Fabriken. Zusätzlich ist die Blockade ein Aufruf für das Aktionscamp gegen Tierfabriken, das vom 29ten Juli 2016 bis 04ten August 2016 in Balge stattfindet. Sie soll PHW/Wiesenhof und deren Geschäftspartner*innen einen kleinen Vorgeschmack auf das bevorstehende Camp geben.
Der normale Betriebsablauf bei PHW/Wiesenhof ist von Ausbeutung in allen Bereichen durchzogen. Viele Arbeiter*innen werden über Werkverträge eingestellt und dienen somit lediglich als rechtlose Manövriermasse für den PHW-Konzern. Soziale und gerechte Arbeitsbedingungen sind mit PHW/Wiesenhof nicht zu machen. 140.000 Tiere werden täglich allein in der Schlachtanlage in Wietzen-Holte getötet. Zuvor mussten diese unzähligen fühlenden Lebewesen von Geburt an ein Leben in völliger Fremdbestimmung verbringen. In Industrieanlagen geboren, in Mastanlagen mit Kapazitäten von bis zu 40.000 Tieren festgehalten, in Transporter gezwängt und letztendlich im Akkord vollautomatisch in den Tod geschickt. Die katastrophalen Arbeitsbedinungen, die ausgebeuteten Tiere, die riesige Ressourcenverschwendung, die großflächige Zerstörung der Natur: Es gibt keinen Grund sich hinter diese Industrie zu stellen, aber viele Gründe sich gegen diese zu stellen!
Ein*e Aktivist*in zur Blockade-Aktion:
„Wir sitzen hier auf dem LKW von PHW/Wiesenhof um zu sagen: So wie bisher kann es hier nicht weitergehen! Hört auf euren Gewinn über das Leben von anderen zu stellen! Und wenn sie weitermachen wie bisher, ja sogar ihre Fabrik noch höher ziehen wollen, dann zeigen wir ihnen mit unserer Blockade auch, dass wir bereit sind, eben das nicht widerstandslos hinzunehmen. Wir fordern eine Gesellschaft, in der alle Individuen ihr Leben möglichst frei und selbstbestimmt einrichten können!“
Die Blockade dauert an und die Aktivist*innen freuen sich über Unterstützung.
Für den Aufbau von Orten/Produktionstätten, welche die Freiheit der Menschen und Tiere und einen respektvollen Umgang mit der Natur gewährleisten!
Einige Aktivist*innen der Kampagne gegen Tierfabriken (Niedersachsen)