Hühnermastanlage in Asendorf darf vorerst nicht gebaut werden!

Protestaktion der Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen in Asendorf.

Die Agrarindustrielle Iris Flentje möchte in Asendorf-Hardenbostel eine Hühnermastanlage mit Kapazitäten von fast 40.000 Hühnern errichten. Heute wurde vor dem Verwaltungsgericht Hannover über die Klage vom „Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen“ entschieden: Diese Tierfabrik darf erstmal nicht gebaut werden! Es lässt sich bisher nicht feststellen, ob ausreichend Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen getroffen wurde.

Zitat aus der Begründung des Gerichts: „(…) Danach sind genehmigungsbedürftige Anlagen so zu errichten und zu betreiben, dass zur Gewährleistung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt insgesamt Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen getroffen wird, insbesondere durch die dem Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen. Ob die Beigeladene dem Stand der Technik entsprechende Maßnahmen zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen getroffen hat, lässt sich vorliegend nicht feststellen.

Es ist zu besorgen, dass durch die Anlage der Beigeladenen, die nach dem LAI-Leitfaden zur Ermittlung und Bewertung von Bioaerosol-Immissionen zulässigen Orientierungswerte dergestalt überschritten werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen nicht mehr mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können. Die Beigeladene hat nicht nachgewiesen und die Genehmigung stellt nicht sicher, dass durch die Abluftreinigungsanlage des Hähnchenmaststalls eine danach erforderliche Abscheidung der Bioaerosole von mindestens 75 Prozent erreicht wird.(…)“

Quelle:

https://www.verwaltungsgericht-hannover.niedersachsen.de/…/…