Blockade bei der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen-Holte

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Seit heute 6.20 Uhr, am 02.08.2016, blockieren ca. 30 Umwelt- und Tierbefreiungsaktivist*innen mit Sitzblockaden alle Zufahrtswege zur Schlachtfabrik Wietzen-Holte und haben zwei LKWs besetzt. Diese Aktion findet im Rahmen des Aktionscamps gegen Tierfabriken statt, welches von der Kampagne gegen Tierfabriken derzeit in Balge veranstaltet wird. Der Fokus liegt dabei dieses Jahr auf den Ausbauplänen der Nienburger Geflügelspezialitäten GmbH.

Jeden Tag werden in dieser Schlachtfabrik im Akkord 140.000 Tiere getötet, nach den Erweiterungsplänen sollen es 250.000 Individuen am Tag sein. Zuvor müssen sie unter unwürdigen Bedingungen leben und werden während des ganzen Prozesses von der Aufzucht über die Mast, bis hin zur Schlachtung für die Fleischproduktion zur Ware degradiert.

„Diese Schlachtfabrik steht stellvertretend für ein System der kapitalistischen Wirtschaftsweise, in der sowohl Menschen als auch Tiere ausgebeutet werden. Diese Zustände gilt es zu bekämpfen.“ sagt Selina Fischer, eine Aktivistin vor Ort.

Dabei sind nicht nur die Tiere, die hier geschlachtet werden, in besonderem Maße von Ausbeutung betroffen, sondern auch die Arbeiter*innen. Der PHW-Konzern drückt mit Hilfe von Werkverträgen die Löhne und umgeht die deutschen Arbeitsrechte, die ohnehin ausbeuterische Verhältnisse legitimieren.

Die Aktivist*innen fordern mit Transparenten wie „Bis jede Schlachtfabrik stillsteht; Protest, Sabotage, Widerstand“ den sofortigen Stopp der Ausbaupläne, sowie die Beendigung der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur. Für ein solidarisches Miteinander._DSC1251

_DSC1236