Bildungsangebote

Folgende Vorträge und Workshops bieten Aktive der Kampagne an – ihr könnt euch gerne per Mail an uns wenden, wenn ihr gerne einen Vortrag oder einen Workshop organisieren wollt. Ihr werdet dann an die jeweilige_n Referent_innen weitervermittelt.
Wenn ihr auf dieser Seite selber Bildungsangebote anbieten wollt und diese thematisch zu der Kampagne passen, könnt ihr euch ebenfalls gerne melden.

Tierhaltung und was damit zusammenhängt

Vorträge

Über die Grundsätzliche Kritik an Tierausbeutung

Die Haltung und Tötung von Tieren in Fabriken ist lediglich eine Zuspitzung eines komplexen Herrschaftsverhältnisses zwischen Menschen und Tieren und lässt sich nicht losgelöst von anderen Herrschaftsstrukturen betrachten.
Das empören über die Zustände in der sogenannter konventionellen Massentierhaltung zieht sich durch weite Teile dieser Gesellschaft. Wer kennt sie nicht die Bilder von Hühnern dicht an dicht gedrängt in engen Hallen oder in Kisten auf LKWs, sogenannte Masthühner deren Beine aufgrund optimierter Züchtungen nach 3 Wochen Lebenszeit unter ihren Gewicht zusammen brechen. Schweine die sich in ihren Käfigen nicht einmal umdrehen können und sich Verletzungen durch Spaltenböden zuziehen.

Das ist nicht Art gerecht, ethisch nicht vertretbar, Tierquälerei darüber sind sich viele einig.
Doch kann die be- und vernutzung von Tieren ohne Leid vonstatten gehen?
Kann die Tötung und die Zerstückelung von Leid fähigen Körpern etwas mit Glück zu tun haben?
Gibt es eine „gute“ und eine „schlechte“ Gefangenschaft?
In den Vortrag werde ich euch meine Grundsätzliche Kritik an Tierausbeutung vorstellen und sie zur Diskussion stellen.

„Es sind doch nur Tiere!“ – die Situation der Tiere in der Lebensmittelindustrie

Beschreibung folgt.

Tierbefreiung und Kapitalismuskritik – ohneeinander nicht zu denken

Wie hängen Kapitalismus und Tierausbeutung historisch und systemisch zusammen? Können wir das eine abschaffen, ohne auch das andere anzugehen? Was ist falsch an der Idee des veganen Kapitalismus? Diese Fragen werden wir in ihrer Komplexität nur streifen können, uns aber genügend in sie einarbeiten zu können, um zu erkennen: Das Wirtschaftssystem ist kein alleiniger Hauptwiderspruch, wohl aber eine Größe, mit der gerechnet werden muss, will mensch die Unterdrückung der Tiere beenden. Und: Ein Kapitalismus ohne Tierausbeutung ist letztlich nicht möglich. Zumindest ist es das, was ich in meinem Input-Referat behaupten und untermauern werde. Inwiefern diese Standpunkte übernommen und umgesetzt werden, kann sich in einem folgenden Workshop-Teil ergeben.

Vorstellung des Fleischatlanten der Heinrich Böll Stiftung

In meinem Vortrag möchte ich die 2012 und 2013 veröffentlichten Fleischatlanten von Heindrich-Böll-Stiftung, BUND und Le Monde diplomatique vorstellen, die ich für unschätzbare Informationsquellen für die Umwelt- und Tierrechtsarbeit halte. Mit Grafiken und Bildern machen sie wesentliche Fakten über Tierhaltung und ihre Folgen greifbar: Zum allgemeinen Verständnis der Problematik und als Argumentationshilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit. Mein inhaltlicher Fokus wird auf den Umweltauswirkungen der industriellen Tierausbeutung liegen, insbesondere auf den Folgen für lokale Biosysteme und das globale Klima. Zum Teil beziehe ich dabei weitere thematisch verwandte Studien mit ein.

Intersektionalität – was ist das eigentlich?System Hühnerhaltung

Beschreibung folgt.

Tierhaltung und die globalen Folgen für Mensch und Tier

Beschreibung folgt.

Workshops

Zusammenwirken verschiedener Herrschaftsmechanismen in der industriellen Tierhaltung

In diesem Workshop werden die verschiedenen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse dargestellt, welche die ndustrielle Tierhaltung nach sich zieht, wie zum Beispiel die Unterdrückung und Vertreibung kleinbäuerlicher, indigener Familien in Südamerika für den Futtermittelanbau, die Herrschaft des Menschen über die Umwelt und die Ausbeutung derselben, die Unterdrückung sogenannter Nutztiere sowie die prekären Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen. Wer aus dem einen oder anderen Grund gegen industrielle Tierhaltung aktiv ist, wird zwangsläufig auch mit den anderen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen in Kontakt kommen, da diese durch den Faktor industrielle Tierhaltung untrennbar miteinander verbunden sind.

Tierhaltung und die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt

Tierethik für Anfänger_innen

Wie läuft moderne Tierhaltung eigentlich ab? Was ist der Unterschied zwischen Bio und konventionell? Wie viel Tierschutz ist gesetzlich vorgeschrieben? Und was habe ich damit zu tun?

Das Problem heißt Kapitalismus!?

Dauer: variabel 3 – 6 Stunden

Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Arten- und Umweltschutz: Diese Schlagworte sind in aller Munde und finden sich auch in den Unternehmensphilosophien und Selbstdarstellungen vieler Firmen wieder. In diesem Workshop sehen wir uns an, nach welchen Prinzipien im Kapitalismus gewirtschaftet wird und wir diskutieren die These, dass echter Umweltschutz im Kapitalismus nicht möglich ist!
Dazu werden wird es einen kleinen Theorie-Teil geben um ein par Begriffe die in einer Kapitalismuskritik wichtig sind zu klären und eine weitere Methode anwenden um die Problematik deutlich zu machen. Der Workshop ist für alle offen und es werden keine Vorkenntnisse erwartet.

bio vegane Landwirtschaft

Zu Beginn wird es einen kleinen Input zu Theorie und vor allem Praxis des veganen Landbaus geben. Was bedeutet Bio veganer Anbau und was ist der Unterschied zu anderen Anbaumodellen? Ich möchte versuchen darauf eine Antwort zu geben. Da ich eine Ausbildung bei einer bio veganen Gärtnerei mache werde ich von der praktischen Umsetzung dort erzählen und je nach Interesse der Teilnehmer*innen auf verschiedene Aspekte eingehen.
Anschließend können Fragen gestellt, über Erfahrungen berichtet und sich über Ideen ausgetauscht werden… Zusätzlich wird es eine Samentauschbörse geben.

Intersektionalität begreifbar machen

(Anti-)Repression

Vorträge

Spitzel, Telefonüberwachung – Repressionsvorgänge des LKA Nds enttarnt!Von Spitzeln und Strafbefehlen

Wie der Staat versucht, soziale Bewegungen zu kontrollieren

Mit welchen Ermittlungsmethoden gehen die Behörden gegen Aktivist_innen vor? Wie schaffen sie Informationslecks in Gruppen und Zusammenhängen, und was kann mensch dagegen tun? Und wenn es zum Strafverfahren kommt: Womit muss ich rechnen, und wie komme ich aus der Rolle der Verfolgten in die Rolle der handlungsfähigen Akteurin?
Diese und weitere (Eure!) Fragen werden wir in unserem Input thematisieren und verschiedene Beantwortungsmöglichkeiten aufzeigen

Wochenendseminar

Selbstverteidigung und Prozessführung vor Gerichten

Im Workshop wird es zunächst um die theoretischen Rahmenbedingungen im Gerichtsverfahren gehen. Wie läuft dieses generell ab, welche Rechte haben die Beschuldigten/Angeklagten? Wie können wir unsere politischen Argumentationen einfließen lassen? Grundsätzlich geht es darum, Ängste vor Gerichten, Richter_innen und der Justiz überhaupt abzubauen und ein Selbstvertrauen zu entwickeln, dass es den Aktivist_innen erlaubt, Prozesse auch ohne Rechtsanwält_innen zu führen bzw. die Vorgänge mitgestalten zu können. Dazu wird es u.a. ein Rollenspiel geben, in dem eine Gerichtsverhandlung mal „probiert“ werden kann. Außerdem werden wir verschiedene Werkzeuge zeigen, die vor Gericht zur Verteidigung genutzt werden können.

Praktisches

Pressearbeits-und Rhetorik Workshop

Ob beim Engagement gegen Nationalismus, beim Durcheinanderwirbeln starrer Geschlechternormen oder im Einsatz für gesellschaftliche Tierbefreiung: Stets stehen in der emanzipatorischen Politik Inhalte im Vordergrund, die für viele Menschen erst einmal überraschend und gar nicht so leicht nachvollziehbar sind. Umso wichtiger, sich so auszudrücken, dass die Adressat_innen der Message damit etwas anzufangen wissen! In diesem Workshop wollen wir uns darin zusammen üben.

Aktionsworkshop

In dem Workshop wollen wir euch anhand einer Reihe von Fotos Aktionen vorstellen und sie mit euch diskutieren. Was gibt es für Aktionsformen? Was kann mensch tun gegen Tierfabriken?
Je nach Interesse können wir zu einigen mehr sagen und evtl. Sachen selber ausprobieren und konkret umsetzen.

Anketten und blockieren

Über die Möglichkeit, der kapitalistischen Ausbeutungsmaschinerie nicht nur symbolisch, sondern direkt Sand ins Getriebe zu streuen

„Protest gegen Schlachthof – Tiertransporte bleiben draußen …“, titelte die taz am 20. Mai 2014, nachdem am 19. Mai ca. 60 Umwelt- und Tierbefreiungsaktivist_innen dem Aufruf von Blockupy gefolgt sind und sich an den europaweiten Mai-Aktionstagen beteiligten, indem sie zwei Schlachtfabriken in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen für 7 bis 10 Stunden blockierten. Einige von ihnen ketteten sich an Betonfässer, Blöcke und Lkws.
Doch wie funktioniert dieses Anketten, mit deren Hilfe sich nicht nur umweltzerstörende und tierausbeutende Betriebe für einige Zeit lahmlegen lassen, eigentlich? Welche Möglichkeiten haben sich in der Vergangenheit bewährt? Welches Material wird dabei immer wieder verwendet? Was für Risiken birgt diese Aktionsform? Welche juristischen Folgen kann eine Ankettaktion haben – auf den Schienen, auf der Straße, auf einer Besetzung etc.?
In einem zweistündigen Workshop wird euch anhand von Bildern, Anekdoten und kurzen Videos ein Einblick in diese Aktionsform gegeben. Auch könnt ihr ausprobieren wie es sich anfühlt, sich mit dem Arm oder Hals an einen anderen Gegenstand zu ketten.

Damit gute Ideen nicht am Geld scheitern: Fundraising für Aktivist_innen

Du hast eine tolle Projektidee, weißt aber nicht wie das finanziert werden soll? Dann ist das dein Seminar! Wo können Förderanträge gestellt werden? Was gehört in so einen Schrieb hinein, um seine Erfolgschancen zu erhöhen? Diese und weitere spannende Fragen wollen wir in diesem Seminar klären, und das nicht nur theoretisch: Jede_r Teilnehmende bekommt Gelegenheit, einen kleinen Antrag selbst zu schreiben und dafür Tipps und Feedback zu erhalten (und später dann mit etwas Glück auch Geld).

Sonstiges

Scheidelinien – über Sexismus, Rassismus und Klassismus (Workshop)

Der Workshop “Scheidelinien – über Sexismus, Rassismus und Klassismus” hat das gleichnamige Buch von Anja Meulenbelt zum Thema. Zunächst gibt es ein Input-Referat über die wichtigsten Thesen des Buches. Anschließend werden wir uns an ein paar ausgewählten, besonders aufschlussreichen Kapiteln gemeinsam die Zusammenhänge von Sexismus, Rassismus und Klassismus erarbeiten. Mit ihrem Buch “Scheidelinien” setzt sich Anja Meulenbelt bewusst zwischen alle Stühle. Sie legt den Finger auf die sichtbaren, aber auch auf die versteckten Barrieren innerhalb unserer Gesellschaft und entblößt das diskriminierende Verhalten der angeblich Gerechten. Jede_r von uns gelangt in Situationen, in denen er_sie sich rassistisch, sexistisch oder herrschsüchtig aufführt. Jede_r ist gleichzeitig sowohl Unterdrücker_in wie Unterdrückte_r. Zur weiblichen Hälfte der Bevölkerung zu gehören macht allein nicht toleranter oder fairer, nur weil mensch in einer Hinsicht – der Gecshlechtszugehörigkeit – zu den Machtloseren zählt. Wie rassistisch ist das Verhalten einer Hausbesitzerin gegenüber ihrer schwarzen Putzfrau? Wie triumphierend gebärdet sich die Angestellte gegenüber der Arbeiterin? Aber: “Es ist sinnlos in Begriffen von `Schuld ́zu reden. Wer hat sich schließlich bewusst dazu entschieden zu eine_m/r Rassist_en/in oder eine_r/m Sexist_en/in geformt zu werden?Schuld ist ein unproduktives und lämendes Gefühl. Wir haben uns unsere Sozialisation nicht selbst ausgesucht. Aber wir sind verantwortlich für unser zukünftiges Verhalten.”

Rebellische Reise ins Geschlechter-Wirrwarr (Workshop)

geschlecht prägt die bilder, die wir voneinander und uns selbst im kopf haben. geschlecht beeinflusst unser gesamtes verhaltensrepertoire. und derzeit steckt geschlecht voll von starren normen, erzwungener eindeutigkeit und übler unterdrückung. muss das so sein? jein! denn sexismus & heteronormativität hängen mit anderen herrschaftsverhältnissen zusammen. das heißt: einfache lösungen gibt’s nicht. aber auch: hier ruht eine menge potential, die verhältnisse durcheinanderzuwirbeln! nachdem diese punkte per input verdeutlicht sind, können wir uns der frage zuwenden, ob und wie wir uns befreite geschlechterverhältnisse vorstellen und wie wir uns in ihre richtung bewegen können. dabei werden wir auch konkrete anregungen zur selbstreflexion und zum experimentieren ansprechen.