Baustopp von Rothkötters Mastanlagenkomplex in Brandenburg hat weiterhin Bestand

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– In Groß Haßloh wird Franz Josef Rothkötter seine Spaziergänge bis auf weiteres weiterhin nur durch leere Mastanlagen machen können –

Hintergrund:
Nachdem in den Jahren 2009, 2010 und 2011 in Niedersachsen ein breiter Widerstand gegen industrielle Tierproduktion entstand und an den Planungen Europas größter Hühnerschlachtfabrik in Wietze bei Celle ein Kristialisationspunkt fand, bekam das Unternehmen Rothkötter (nach der PHW-Gruppe das zweitgrößte Geflügelfleischunternehmen Deutschlands) zunehmend schwierigkeiten genug Vertragsmäster*innen zu finden – die für sie Mastanlagen bauen und verwalten -. Die Gründung von zahlreichen Bürgerinitiativen, Besetzungen und Blockaden von Baustellen und eine Reihe von Brandanschlägen machten den Betrieb von Mastanlagen unattraktiv.

Um die entstandenen Verluste abzufedern versuchte es Rothkötter 2012 wohl mit einen eigenen Mastanlagenkomplex im brandenburgischen Groß Haßloh. 2012 beantragte die Prignitzer Broiler Mast GmbH (die zur Hälfte dem Rothkötter Geschäftsführer Wilfried Fleming gehört) einen Mastanlagenkomplex für 380.000 Hühner zu bauen.

Erfreulicherweise stieß Rothkötter in Groß Haßloh auch auf Widerstand. Auch hier gründete sich eine Bürgeriniative die zusammen mit dem Nabu auf juristischem Wege bis heute die Inbetriebnahme verhindern konnte. Am 25. Januar verlängerte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg den Baustopp und küdigte weiteren Klärungsbedarf an.

“Nach Einschätzung des Rechtsanwalts des Nabu, Peter Kremer, sei das Verfahren auf einem guten Weg. Es werde sich sehr plausibel zeigen lassen, dass es zu Beeinträchtigungen gesetzlich geschützter Biotope durch Stickstoffeinträge aus der Anlage kommen würde, sagt er. Der Vorsitzende des Nabu Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch, ist mit der Verhandlung zufrieden. „Die Richter haben sich sehr intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt. Das Gericht wird nach unserer Einschätzung grundlegend die Frage prüfen, ob eine solche Anlage wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt dort zulässig ist.“

Die Sprecherin der Bürgerinitiative Wittstock Contra Industriehuhn, Andrea Stelmecke, stellt fest, dass die BI, die den Nabu in dem Klageverfahren unterstützt, weiterhin einen langen Atem haben werde. „Wir werden den Kampf gegen die Anlage bis zum Schluss durchhalten.“ (Quelle: MAZ)

Wir wünschen “Wittstock Contra Industriehuhn” weiterhin viel Kraft und Ausdauer. Auf das die fast fertiggestellten Masthallen rückgebaut oder für Menschen, Tieren und der Natur zugute kommenden Dingen genutzt werden wird.