Niedersächsischer Landtag: Fragestunde zu sogenannten “militanten Tierrechtsgruppen” in Niedersachsen.

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Nach zwei Bränden von gerade leeren Mastanlagen Ende 2018 in Neuscharrel (laut Justizministerin ein technischer Defekt) und in Altenwahlingen (laut Innenminister eine politisch motivierte Brandstiftung) beschäftigte sich der Niedersächsische Landtag am 25ten Januar 2019 mit der von der CDU gestellten Anfrage: “Wie kann die ländliche Bevölkerung vor den Anschlägen militanter Tierrechtler geschützt werden?” Laut Innenminister Pistorius gibt es in Niedersachsen zwei “militante Tierrechtsgruppen”, nämlich die Animal Liberation Front und ähm… uns, die Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen. Diese Fragestunde voller Mutmaßungen und durcheinanderer Aufregung kann man sich hier ab Minute 0:48:12 bis 1:36:00 ansehen.

Bolsonaros (neuer Präsident Brasiliens) erste Amtshandlung und der Klimawandel als “marxistische Verschwörung”.

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Weg frei für die Agrarunternehmen in Brasilien.

“(…) Schon wenige Stunden nach seinem Amtseid übertrug er die Verantwortung für die Festlegung und Demarkierung des Landes von Ureinwohnern vom Justiz- auf das Landwirtschaftsministerium. Dabei geht es auch um die Bewirtschaftung von Regenwaldgebieten, die angestammte Gebiete von indigenen Völkern sind.

Neue Ministerin ist die bisherige Agrarlobbyistin Tereza Cristina Corrêa da Costa Dias, die zuvor die Landwirtschaftsgruppe im Parlament geführt hatte. Kritiker fürchten, dass sie wenig Interesse am Umweltschutz haben dürfte. Wie ihr Chef setzt sie auf eine intensive wirtschaftliche Nutzung und lehnt Forderungen indigener Stämme ab. (…)”

“(…) Agrarunternehmer hatten sich immer wieder beschwert, das bislang zuständige Amt für indigene Angelegenheiten verfüge über zu viel Macht.

Der Richtungswechsel könnte auch den internationalen Klimaschutz in Gefahr bringen, da sich die indigenen Gemeinschaften Brasiliens traditionell als “Hüter des Waldes” verstehen und Widerstand gegen die großflächige Abholzung leisten. Zudem erwägt Bolsonaro einen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Brasilien kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle zu, da das Amazonasgebiet als CO2-Speicher von globaler Bedeutung ist. Als Außenminister hat Bolsonaro Ernesto Araújo berufen, der den Klimawandel für eine “marxistische Verschwörung” hält.(…)” (Zeit)

https://www.zeit.de/…/brasilien-regierung-jair-bolsonaro-ka…

Schlachtfabrik in Wietzen-Holte schließt: Kündigungen und eine Verlagerung des Tötens. Warum es trotzdem ein Erfolg ist.

„Wenn es noch mehr Ärger gibt, dann macht mein Chef in Visbek den Laden hier komplett dicht.“ (Gerhard Bodenburg (ehemaliger Wiesenhof-Geschäftführer in Wietzen-Holte) im Jahr 2014 zu seinem “Lebenswerk” Schlachtfabrik)

Die Wiesenhof-Schlachtanlage in Wietzen-Holte macht bis April 2019 dicht und verlagert ihre Produktion auf andere Standorte wie zum Beispiel nach Lohne (Oldenburg). Circa 300 Arbeiter*innen verlieren ihren Arbeitsplatz. Laut PHW-Wiesenhof soll es für die festangestellten Arbeiter*innen jedoch einen Sozialplan geben und man könne Arbeiter*innen ins Werk nach Lohne übernehmen. Für die rund 100 Leih- und Werkvertragsarbeiter*innen wird es wohl nach wie vor ein ungerechtes System bleiben. Sie werden auf die Straße gesetzt wie es den Konzernchefs passt. In der Wiesenhof-Pressemitteilung werden sie nicht mal wirklich erwähnt. Aber warum ist es trotzdem gut, dass diese Fabrik schließt, obwohl die Tötung unvermindert weiter geht und Kündigungen ins Haus stehen? Es ist ein Erfolg, weil PHW-Wiesenhof als einer der größten Geflügelfleischkonzerne mal nicht machen konnte was er wollte! Wiesenhof versuchte in Wietzen-Holte durch eine Erweiterung ihre Schlachtfabrik-Kapazitäten weiter zu steigern. Jahrelang kämpfte Wiesenhof dafür neben der bestehenden Fabrik eine neue modernere Anlage mit einer Kapazität von 250.000 Tieren pro Tag aufzubauen, um auch insgesamt ihre möglichen Schlachtkapazitäten in Deutschland weiter zu erhöhen. Daran sind sie gescheitert!

Durch verschiedenste Proteste an diesem Standort, wie mehrere unserer Aktionscamps (seit 2013), Demonstrationen und Blockaden wurde eine breite Öffentlichkeit auf das Vorhaben von Wiesenhof aufmerksam und Klagen verhinderten immer wieder ein weiterkommen der geplanten Erweiterung. Durch diesen Widerstand verzögerten sich die Ausbaupläne für Wiesenhof immer weiter, solange bis die Fabrik scheinbar nicht mehr tragbar für die nötige Profitmaximierung war. Die geplante Erweiterung ist gescheitert, die Fabrik muss geschlossen werden. Den ungefähr 70.000 Tieren, die pro Tag zuletzt noch in Wietzen-Holte getötet werden/wurden hilft das erstmal herzlich wenig, sie werden an anderer Stelle getötet, aber es ist trotzdem ein kleiner Rückschlag für PHW-Wiesenhof. Denn Wiesenhof musste ungewollt Infrastruktur abbauen statt weiter aus- und aufzubauen. Hätte es den Widerstand gegen die geplante Erweiterung in Wietzen-Holte (zuletzt lag noch eine Klage gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung vor) nicht gegeben, dann würde heute wohl schon eine weitere von Wiesenhof´s Mega-Anlagen genau dort stehen. Damit hätte PHW-Wiesenhof insgesamt deutschlandweit noch mehr nutzbare Kapazitäten und Handlungsräume gehabt und in Zukunft somit die Möglichkeit insgesamt noch flexibler und noch mehr Tiere schlachten zu können. Die Spanne nach oben wäre noch höher als jetzt schon. Wiesenhof hat schon förmlich (noch lauter als heute) gerufen: “Baut neue Mastanlagen! 40.000, 120.000, 360.000 Hühner! Egal! Wir haben genug Kapazitäten für alle!”. Das wurde aber erstmal etwas ausgebremst, da ihnen nun eine ihrer Produktionsstätten fehlt und damit, statt immer weiter immer mehr theoretisch nutzbare Kapazitäten auszubauen, gerade “nur” die Möglichkeit bleibt die bestehenden – und jetzt schon teils gar nicht ausgereizten – Schlachtkapazitäten zu nutzen/zu füllen.

Die bereits erweiterten Fabriken wie in Lohne und Niederlehme haben auch nur eine begrenzte Kapazität. Schon jetzt geht es wegen Umweltauflagen etc. auch für diese Standorte nicht mehr/schwierig weiter in die Höhe. Umso wichtiger ist für Wiesenhof die Verteilung der Schlachtkapazitäten auf verschiedene Standorte, um insgesamt mehr bereitstehende Kapazitäten zur Verfügung zu haben. Durch die gescheiterte Erweiterung und Schließung in Wietzen-Holte fehlt nun einer in diesem System. Also eine kleine Wachstumsbremse für einen sich gerade stetig im Wachstum befindlichen Konzern. Auch wenn diese Schließung an den tatsächlichen Schlachtzahlen erstmal noch nicht gerüttelt hat, ist eine Senkung der möglichen Kapazitäten ein erster guter Schritt. Darüber hinaus dürfte PHW diese gescheiterte Erweiterung ein wenig im Geldbeutel weh getan haben. Schon allein die Kosten für die Aufstellung des Bebauungsplans und für diverse Anträge zur Grundwasserentnahme haben Wiesenhof nach eigener Angabe bereits im Jahr 2015 rund 1 Millionen Euro gekostet. Dazu dürften noch weitere Kosten für Gutachten, weitere Anträge, die für die Grundwasserentnahme bereits errichteten Versuchsbrunnen, et cetera kommen. Wiesenhof hat durch diese gescheiterte Genehmigung Geld und mögliche Kapazitäten/ eine ganze Produktionsstätte verloren und konnte trotz ihrer Machtstellung und einflussreicher Unterstützer*innen in der Politik mal ausnahmsweise nicht die eigenen Pläne durchsetzen und das sehen wir, in Anbetracht, dass PHW-Wiesenhof ein Natur- und Lebenszerstörender Konzern ist, als Erfolg an. Vor allem, mit Blick auf den enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand den Wiesenhof in diese nun gescheiterte Erweiterung gesteckt hat, lässt vermuten, dass diese geplanten zusätzlichen Kapazitäten keineswegs nur eine verzichtbare Nebensache waren.

Für die Arbeiter*innen hingegen ist eine Schließung jedoch immer belastend. Besser wäre es, wenn die Arbeiter*innen nicht auf die “Sozialpläne” und halbherzigen Empfehlungen von ausbeuterischen Konzernen angewiesen wären, sondern sowieso schon in Produktionsstätten arbeiten könnten/würden, die Leben und Lebensgrundlage respektieren und in denen Selbstbestimmung der Arbeiter*innen und gute Arbeitsbedingungen statt die Erwirtschaftung von immer mehr Profiten im Mittelpunkt stehen. Bis dahin ist es aber noch ein ganz weiter Weg. – Und theoretisch könnte PHW/Herr Wesjohann mal vom jährlichen Milliardengewinn eine ordentliche Abfindung an die gekündigten Arbeiter*innen abgeben! – Jedoch ist die Arbeitsplatzproblematik – auch und gerade beim Thema Tierindustrie – oft ein zweischneidiges Thema. Einerseits möchte man nicht das Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren auf den sie existentiell angewiesen sind. Andererseits möchte man nicht das die Tierindustrie systematisch unzählige Lebewesen ausbeutet und tötet (Das gilt für Mensch und Tier), massiv die Umwelt vergiftet und einen großen Teil zum Klimawandel beiträgt. Regenwaldzerstörung für den Futtermittelanbau, Nitratbelastung in Boden und Gewässern durch Überdüngung, Multiresistente Keime, Lohndumping, Luftverschmutzung durch Ammoniak-Emissionen (führt zu erhöhter Feinstaubbelastung)… diese Liste ist lang. Wenn nicht nur auf Wietzen-Holte geschaut wird, sondern eher auf das “große Ganze”, dann wird die Arbeitsplatzfrage noch weitreichender. Die industrielle Tierproduktion schafft zwar Arbeitsplätze (Zum Großteil miserable und Menschenrechtswidrige Arbeitsplätze), aber vernichtet beispielgebend im ländlichen Raum gleichzeitig viel mehr Arbeitsplätze als sie schafft.

Wer beim Thema Tierindustrie völlig unabhängig von Klimawandel, Ausbeutung und Zerstörung über verlorene Arbeitsplätze durch eine Schlachtfabrik-Schließung diskutieren will, der*die sollte sich auch fragen: Was ist mit den unzähligen kleineren und mittelständischen landwirtschaftlichen Betrieben hierzulande (die viel mehr Arbeitsplätze schaffen als riesige Tierfabriken), die wegen einer immer größer werdenden Anzahl an Tierfabriken aufgeben mussten, weil sie nicht mehr konkurrenzfähig waren? Was ist mit den Hühnerzüchter*innen in Afrika, die durch Billigexporte von Fleischresten aus Europa dort nicht mehr konkurrenzfähig sind? Was ist mit den Kleinbäuer*innen in Südamerika, die von ihrem Land vertrieben werden und wurden um Platz dem Futtermittelanbau für die europäischen Tierfabriken zu machen? Alles unzählige Arbeitsplätze die durch die Tierindustrie vernichtet werden und wann wird darüber geschimpft? Und werden mehr Facetten, wie der Klimawandel betont, dann spricht der vielzitierte Satz für sich: “Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten”. Trotzdem ist und bleibt es Fakt, dass Situationen wie die Kündigungen in Wietzen-Holte uns jetzt nicht erfreuen oder ähnliches. Sowas freut uns ganz und gar nicht, aber trotzdem ist es wichtig das diesen zerstörerischen Konzernen entschlossener Widerstand entgegenkommt, denn es gehört eben noch einiges mehr zu diesem System der Tierindustrie als Arbeitsplätze.

Ansonsten hoffen wir, dass Menschen motiviert sind gegen die massive Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur zu protestieren und sich vielleicht auch mit uns Gedanken machen, wie am besten verhindert werden kann, dass die Tötung lediglich verlagert wird (Ob in andere Schlachtfabriken hierzulande oder ins Ausland). Letztendlich gilt aber, dass viel mehr Menschen aktiv gegen die alltägliche Zerstörung werden müssen, damit es nicht immer so bleibt, dass nur kleine Schritte gegangen werden können, während uns die Ausbeutung in allen Bereichen schon wieder überrundet.

Zuletzt möchten wir uns bei allen bedanken, die in den letzten Jahren mit uns gemeinsam gegen Wiesenhofs Schlachtanlage in Wietzen-Holte protestiert haben und mit Klagen ein weiter kommen der Erweiterung verhindert haben. Wir denken an Demonstrationen und Kundgebungen in Nienburg und Wietzen-Holte, an kochende Töpfe für die Teilnehmer*innen der Aktionscamps, an die Unterstützung für angeklagte Aktivist*innen in Gerichten, an Blockierer*innen auf Dächern von Wiesenhofs LKWs und an angekettete Aktivist*innen an den Toren der Schlachtfabrik. Viele Menschen haben mit ihrer Entschlossenheit, Geduld und Solidarität zu dieser Schließung beigetragen.
Kampagne gegen Tierfabriken – Niedersachsen (KgT)

Ein aktueller Blick nach Wietze (bei Celle).

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Damalige Betretungsverbotszone für Aktivist*innen (Roter Bereich)

1: Gegner*innen geben nicht auf.
2: Schlachtfabrik anders gebaut als genehmigt. Genehmigung wird beklagt.

1: “(…) Auch Uschi Helmers weiß, dass die schweigende Mehrheit in Wietze die Proteste längst für überflüssig hält und sogar belächelt. “Aber wir wollen für die schweigende Mehrheit immer ein kleiner Stachel sein. Wir weisen darauf hin: Wenn man über die Klimakatastrophe redet, wenn man über Tierschutz redet, dann steht das auch immer im Zusammenhang mit diesem Schlachthof.”(…)”

2: “Der Geflügelschlachthof in Wietze (Landkreis Celle) ist offenbar anders gebaut worden als genehmigt. Knut Haverkamp, Sachverständiger für Immissionsschutz des NABU, sagte am Donnerstag vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg, die Anlage habe nur vier Schornsteine anstelle der genehmigten zehn. Damit sei die Berechnung der Emissionen hinfällig.(…)”

“(…)Der NABU hatte gegen die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb des Schlachthofes geklagt, weil er erhebliche Gefahren von dem Betrieb ausgehen sieht. So habe das Gewerbeaufsichtsamt in seiner Genehmigung keine Aussagen über die Schwebstoffe und Staub mit krankheitserregenden Keimen gemacht. Gleiches gelte für die Regelungen zum Lärm, der durch den Betrieb des Schlachthofes und den Zulieferverkehr entstehe. Aus all diesen Gründen ist die Betriebsgenehmigung nach Ansicht des NABU nicht rechtmäßig.(…)”

“(…)Sollte der Naturschutzbund mit seiner Klage Erfolg haben, dann droht dem Schlachthof unter Umständen die Schließung. Nach Aussagen eines Gerichtssprechers ist dies möglich, wenn das Gericht feststellt, dass von der Anlage eine Gefahr für die Anwohner ausgeht. Dann arbeite der Betrieb ohne gültige Genehmigung. Mit einem Urteil in dem Prozess wird in etwa zwei Wochen gerechnet.(…)”

1: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wietze-Schlachthof-Gegner-lassen-nicht-locker,wietze284.html

2: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Schlachthof-Wietze-Anders-gebaut-als-geplant,schlachthof145.html

 

ERFOLG! Schlachtfabrik in Wietzen-Holte macht komplett dicht!!!

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Nachdem jahrelang gegen die Schlachtfabrik und deren geplante Erweiterung protestiert wurde (Klagen, Blockaden, Aktionscamps (unser erstes Camp war 2013), Demos, Kundgebungen usw.), gibt PHW-Wiesenhof in Wietzen-Holte endlich auf! Schon April 2019 soll die Produktion in Wietzen-Holte beendet sein. Fehlende Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist die Begründung von Wiesenhof. Wir machen weiter: Es gibt noch viele andere Wiesenhof-Schlachtfabriken! Protest lohnt sich, denn hätte Wiesenhof ungestört die Fabrik erweitern können, dann wäre die Wirtschaftlichkeit heute sicher gegeben gewesen und eine Schließung so nicht nötig.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wiesenhof-schliesst-Schlachthof-bei-Nienburg,wiesenhof664.html

https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/wietzen-gefluegelproduzent-schliesst-standort-11136126.html

Ein Bericht über einen Monat Unterstützungsarbeit für Flüchtende in Serbien.

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Es gibt einen weiteren Bericht aus Subotica (Grenze Serbien/Ungarn).

Hiermit möchten wir dazu aufrufen nach Subotica zu fahren und diese Arbeit weiter zu führen bzw. zu unterstützen. Derzeit ist die kleine spanische Organisation /escuela con alma /die einzig aktive Gruppe vor Ort und sucht Leute die sie in den nächsten Wochen und Monaten untersützen könnten.

Den vorangegangenen Bericht findet ihr einige Beiträge vorher.

Der Bericht:

Grenzerfahrungen am Rande der EU

Ein Bericht über einen Monat Unterstützungsarbeit für Flüchtende in Serbien.

Nach einem Monat Unterstützungsarbeit in Subotica möchten wir zum Ende einen Rückblick auf unsere Arbeit, die vielen Begegnungen mit den flüchtenden Menschen und die Orte, in denen sie derzeit verweilen müssen, werfen.

In ein paar Tagen werden wir wieder zurück fahren – einfach so die Grenze passieren, die all den Menschen, die wir hier kennen gelernt haben, verschlossen bleibt. Wir sind so wütend über diese Abschottungspolitik, über diese Grenzen und die katastrophalen Zustände mit denen wir hier konfrontiert wurden. Es ist kaum vorzustellen was dies bei den Menschen anrichtet, die direkt davon betroffen sind. Wir sind ja nur „Besucher*innen“. weiterlesen

Weitere Schlachtfabrikarbeiter*innen an Tuberkulose erkrankt!

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“Als ein Schlachthof-Mitarbeiter in Westeremstek an offener Tuberkulose starb und drei weitere Fälle im selben Betrieb bekannt wurden, geriet der Betrieb in die Kritik. Als dann weitere TBC-Fälle an anderen Schlachthöfen in der Öffentlichkeit auftauchten, weitete sich diese Kritik auf eine ganze Branche aus. Insbesondere die Arbeitsverhältnisse stehen im Mittelpunkt.”(NWZ-Spezial zum Thema)

https://www.nwzonline.de/tuberkulose

Alle auf die Straße gegen Bolsonaro! Ein Aufruf aus Brasilien.

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“Am 1. Januar 2019 übernimmt Jair Bolsonaro die Präsidentschaft Brasiliens. Seine Kandidatur, seine Regierung und seine Verbündeten repräsentieren das Schlimmste aus jeder Gesellschaft: Autoritarismus, Sexismus, Rassismus, Homophobie und Xenophobie. Kapitalismus kombiniert mit starken faschistischen Tendenzen! Wir rufen alle auf, sich zu wehren.

Der neue Präsident hat bereits gezeigt, dass seine Regierung politische Minderheiten als ihre vorrangigen Angriffsziele sieht. Er wird die Rechte der Arbeiter*innen, der Frauen, der Armen, der vorstädtischen Bevölkerung, people of colour, der gesamten LGBTTIQ-Gemeinschaft, der Indigenen und der Einwanderer*innen angreifen und ihr Leben bedrohen.

Mit Fake News, Gerüchten und Verzerrungen der Fakten haben Bolsonaro und seine Anhänger Millionen von Menschen beeinflusst und sich der Debatte über ihre Absichten entzogen.

Sie bedrohen die Umwelt mit ihrer Agenda zur Aufhebung des Umweltschutzes, ihrer Weigerung, die globale Erwärmung anzuerkennen, und ihrem Plan, ökologische Reservate und indigene Ländereien an die Agrarwirtschaft und den internationalen Markt zu liefern.(…)”

Weiterlesen auf: http://crimethinc.blogsport.de/…/alle-auf-die-strasse-gege…/

Bericht: Lebensbedingungen vor der serbisch-ungarischen Grenze.

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Gerade befinden sich Genoss*innen von uns in Subotica (Serbien) an der serbisch-ungarischen Grenze und unterstützen dort Menschen die auf der Flucht in die EU sind. Hier ein Bericht von der sehr dramatischen Situation vor Ort. Spendet (siehe Ende des Berichts) und unterstützt vor Ort!

Bericht (Triggerwarnung):

Lebensbedingungen vor der serbisch-ungarischen Grenze

Ein Bericht über die Situation illegalisierter Menschen an einer europäischen Grenze. Seit dem 12.12.2018, sind wir nun in Subotica, einer Stadt in Serbien an der Grenze zu Ungarn. Zu dritt arbeiten wir als Teil der Organisation aus Spanien escuela con alma und versuchen Menschen, die auf der Flucht in die EU sind, mit dem Lebensnotwendigen zu unterstützen .Escuela con alma begleitet die Menschen auf der Flucht seit gut 1,5 Jahren, schafft Öffentlichkeit für ihre Situation, dokumentiert Polizeigewalt und hat Strukturen für Unterstützer*innen und zur Versorgung geschaffen.
Momentan gibt es zwei Orte, in denen die Menschen in ihrer Zeit in und um Subotica wohnen. Ein Ort ist außerhalb der Stadt, der andere mitten im Zentrum. An den beiden Orten ist die Situation sehr unterschiedlich, weshalb wir sie getrennt voneinander beschreiben möchten. weiterlesen

By 2020 we rise up! Europaweite Kampagne gegen den Klimawandel!

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“Am 8. Dezember haben Aktivist*innen auf der ganzen Welt den Klima-Alarm ertönen lassen. Wir haben dieses Datum gewählt, um einen massenhaften Aufstand für Klimagerechtigkeit zu starten.

Während Extremwetterereignissen weltweit Verwüstungen anrichten und Politiker*innen und Konzerne auf der COP 24 in Katowice mit dem „busisness as usual“ weitermachen, haben wir keine Zeit zu verlieren. Es ist an uns, die Klimakrise zu lösen.

Das Jahr 2019 hindurch werden wir eine zunehmende Zahl von Menschen mobilisieren, die mit ihren Körpern die Maschinerie blockieren, die die Zerstörung verursacht. Wir werden unseren Protest an die Orte tragen, an denen Klimawandel gemacht wird; wir machen Aktionen gegen fossile Infrastruktur, gegen Unternehmen, gegen politische sowie finanzielle Institutionen, die die Ursache der Krise sind. Zusammen werden wir den radikalen Wandel einleiten, den unsere Gesellschaft braucht, um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten.

Beim Treffen des Climate Justice Action (CJA) Netzwerks in Ostrava, Tschechien (17.-19. November 2018) haben Gruppen aus ganz Europa beschlossen, ihre Kämpfe zu verbinden – gegen Gaspipelines, Kohleminen, Agrarindustrien, Flughafenausbau und soziale Ungerechtigkeiten.

Ab dem 8. Dezember werden wir uns gemeinsam erheben. Wir werden über das Jahr 2019 hinweg Anlauf nehmen, um im Jahr 2020 einen kollektiven Massenaufstand für Klimagerechtigkeit und Systemwandel zu organisieren.” (https://animal-climate-action.org/…/by-2020-we-rise-up-sta…/)

http://by2020weriseup.net/

#WeRise2020

Schlachtfabrik-Arbeiter*innen: 50 Prozent weniger Kontrollen!

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Rede der Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen in Vechta

“Ein Gesetz zur Stärkung der Rechte von Schlachthof-Arbeitern tut genau das Gegenteil von dem, was es soll: Es schwächt sie.
Kontrolliert wird nun noch seltener als zuvor und teils so, dass man gar keine Verstöße finden könne, so die Kritik.
Dabei sind die schlechten Arbeitsbedingungen auf Schlachthöfen bekannt: Experten beklagen teils sklavenähnliche Zustände.(…)”

“(…)Die nötigen Kontrollen haben mit dem Gesetz nicht etwa stark zu-, sondern sogar rapide abgenommen. Den Daten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge führte die zuständige “Finanzkontrolle Schwarzarbeit” 2017 bundesweit nur noch 233 Kontrollen in der Fleischwirtschaft durch. 2015 waren es noch 445.(…)”

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fleischindustrie-schlachthof-kontrollen-nehmen-rapide-ab-1.4249896

Spendenaufruf.

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Hallo ihr .
Dieses Jahr gab es von uns wieder einige Aktionen/Veranstaltungen gegen die tägliche Ausbeutung und Naturzerstörung der Tierindustrie und nächstes Jahr wollen wir natürlich weiter machen. Das kostet uns regelmäßig viel Geld für Fahrtkosten, Material, et cetera. Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr gern etwas auf das unten stehende Konto überweisen.
Wir freuen uns über jede Spende und auch über neue Menschen die bei uns mitmachen wollen und sagen danke an alle, die mitgemacht, Geld gespendet und/oder unsere Aktionen und Proteste solidarisch mitverfolgt haben.

Wir hoffen auf ein protestreiches Jahr 2019.
Bis jede Schlachtfabrik stillsteht, für eine erfolgreiche Suche nach Lösungen, gegen Ausbeutung, Repression und Ressourcenverschwendung! Bis kein Protest mehr nötig ist! Macht mit!

Eure Kampagne gegen Tierfabriken (Niedersachsen)

Spendenkonto:

Spenden und Aktionen

IBAN: DE29 5139 0000 0092 8818 06

Betreff (unbedingt angeben): Wietze_n

Gerade keine Tiere drin: ALF zerstört riesige Hühnermastanlage?!

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Die Überreste der Anlage. Foto: Walsroder Zeitung

Laut einigen Medienberichten brannte am 30ten November 2018 eine Hühnermastanlage für bis zu 40.000 Hühner in Altenwahlingen (bei Walsrode) bis auf die Grundmauern nieder. Tiere waren zum Zeitpunkt des Feuers nicht in der Anlage. Die Walsroder Zeitung berichtet das “vieles auf einen Brandanschlag von militanten Tierschützern” hindeuten würde. So wurde an der Anlage ein Graffiti mit der Aufschrift: “Stop Capitalism” und “ALF” gefunden. Die Polizei ermittelt. Zu den Presse-Links hier: weiterlesen

Skandal über Skandal. Protest über Protest. Und die Fleischindustrie wächst und wächst und wächst…

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“2017 haben die Unternehmen der Fleisch- und Fleischwarenindustrie ein weiteres Wachstumsjahr hinter sich. So sicherten sich vor allem die Branchenriesen das größte Stück vom Kuchen. Allein die zehn größten Unternehmen der Branche erwirtschafteten zusammen gut 21 Mrd. Euro Umsatz.(…)” weiterlesen

Blockade des Cargill-Werks in Salzgitter (bei Braunschweig).

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Übrigens: Wir blockieren gerade das Werk von Cargill bei Salzgitter! Kommt doch eben noch vorbei und macht mit. Ticker und Bilder folgen…

Hier unsere Pressemitteilung:

„Stoppt die Rodung, die Ausbeutung, den Klimawandel!“

Aktivist*innen besetzen Zufahrt von Cargill bei Salzgitter

Etwa 20 Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen blockieren aktuell die Zufahrt bei einer der 12 deutschen Standorte des Agrarunternehmens Cargill bei Salzgitter. Die Aktion steht im Kontext einer Studie der Umweltorganisationen ROBIN WOOD und Mighty Earth, die gestern veröffentlicht wurde. Angeprangert werden Tropenwaldrodungen für den Futtermittelanbau in Lateinamerika, woran der Konzern maßgeblich beteiligt ist und unter anderem der Belieferung des deutschen Hühnerfleischkonzern Rothkötter dient. weiterlesen