Eine Grußbotschaft an die Arbeiter_innen von Wiesenhof wird durchs Megafon verlesen und als Flugblatt verteilt:

„An die Arbeiterinnen und Arbeiter.

Wir demonstrieren heute hier gegen den Schlachthof von Wiesenhof. Unser Protest richtet sich gegen den Konzern Wiesenhof/PHW-Gruppe, nicht gegen Sie!
Wir sind der Überzeugung, dass nicht nur die Tiere, die hier
verarbeitet werden, in besonderem Maße von Ausbeutung betroffen sind, sondern auch Sie als Arbeiterinnen und Arbeiter.

In der Vergangenheit haben wir miterlebt, dass die Protestaktionen teilweise den Arbeitsalltag der angestellten Arbeiterinnen und Arbeiter beeinflussten. Es ist nicht unsere Absicht Ihren Heimweg zu erschweren.

Unser Ziel ist es, dass Sie während der Protestaktion frei haben und die Produktion still steht! Unser Ziel ist es, dass aus den Schlacht- und Mastbetrieben andere Arbeitsstätten mit besseren Arbeitsbedingungen und
besserer Bezahlung werden und dass wir alle mitentscheiden können, wie arbeiten und produzieren, was wir produzieren wollen und wie das produzierte gerecht verteilt wird.

Wir wissen von Arbeiterinnen und Arbeitern von Wiesenhof, dass sie die Arbeitsbedingungen satt haben und dass sie es unwürdig finden, sich an der Tötung von Tieren beteiligen zu müssen. Außerdem drückt Wiesenhof die Löhne mit Hilfe von Werkverträgen und umgeht die ohnehin schlechten Arbeitsrechte in Deutschland.
In der Vergangenheit wurden andere Fabriken von Arbeiterinnen und Arbeiter besetzt. Diese wurden dann selbstorganisiert weitergeführt. Es gibt Betriebe mit besseren Arbeitsbedingungen. Es gibt Betriebe, in
welchen Menschen nicht dazu verpflichtet werden, sich an der Tötung von Tieren zu beteiligen und es gibt die Möglichkeit, dass wir ganz andere Produktionsverhältnisse erkämpfen, in denen es keine Chefs und Chefinnen
und keine Unterdrückten mehr gibt.

Vielleicht sind wir uns nicht in allen Punkten einig. Aber vielleicht darin, dass die derzeitige Situation auf jeden Fall nicht gut ist. Bitte schreiben Sie uns an, sodass wir in Austausch treten und eventuell gemeinsame Formen des Widerstandes entwickeln können.
Wir sind an Ihren Ängsten und Problemen als Arbeiterinnen und Arbeiter bei Wiesenhof/PHW-Gruppe interessiert.

Gerne möchten wir uns solidarisch mit Ihnen erklären und
zusammen kämpfen gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur!

Solidarische Grüße
die Blockiererinnen und Blockierer

kampagne-gegen-tierfabriken@riseup.net“