Bolsonaros (neuer Präsident Brasiliens) erste Amtshandlung und der Klimawandel als „marxistische Verschwörung“.

Weg frei für die Agrarunternehmen in Brasilien.

„(…) Schon wenige Stunden nach seinem Amtseid übertrug er die Verantwortung für die Festlegung und Demarkierung des Landes von Ureinwohnern vom Justiz- auf das Landwirtschaftsministerium. Dabei geht es auch um die Bewirtschaftung von Regenwaldgebieten, die angestammte Gebiete von indigenen Völkern sind.

Neue Ministerin ist die bisherige Agrarlobbyistin Tereza Cristina Corrêa da Costa Dias, die zuvor die Landwirtschaftsgruppe im Parlament geführt hatte. Kritiker fürchten, dass sie wenig Interesse am Umweltschutz haben dürfte. Wie ihr Chef setzt sie auf eine intensive wirtschaftliche Nutzung und lehnt Forderungen indigener Stämme ab. (…)“

„(…) Agrarunternehmer hatten sich immer wieder beschwert, das bislang zuständige Amt für indigene Angelegenheiten verfüge über zu viel Macht.

Der Richtungswechsel könnte auch den internationalen Klimaschutz in Gefahr bringen, da sich die indigenen Gemeinschaften Brasiliens traditionell als „Hüter des Waldes“ verstehen und Widerstand gegen die großflächige Abholzung leisten. Zudem erwägt Bolsonaro einen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Brasilien kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle zu, da das Amazonasgebiet als CO2-Speicher von globaler Bedeutung ist. Als Außenminister hat Bolsonaro Ernesto Araújo berufen, der den Klimawandel für eine „marxistische Verschwörung“ hält.(…)“ (Zeit)

https://www.zeit.de/…/brasilien-regierung-jair-bolsonaro-ka…