Aufruf zur Solidarität!

::: Kommt am 28.02.2018 nach Straubing! :::
::: Prozess gegen acht Tierbefreiungsaktivist*innen! :::
::: Beteiligt euch an der Soli-/ Aktionswoche vom 24.2 bis 03.03! :::

Am 28. Februar stehen sieben Aktivist*innen in Straubing vor Gericht. Ihnen wird zur Last gelegt, sich am 22. Februar 2016 an einer Besetzung der Baustelle der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen (Niederbayern) beteiligt zu haben. Die vorgeworfenen Straftaten lauten Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Die Großbaustelle der Donautal Geflügelspezialitäten GmbH in Bogen, besser bekannt unter dem Markennamen Wiesenhof, wurde im Frühjahr 2016 besetzt. Zwei Jahre später eröffnet die Staatsanwaltschaft den Prozess gegen acht der 30 Tierbefreiungsaktivist_innen. Diese protestierten auf und vor dem Baugelände gegen den Wiederaufbau der Hühnerschlachtfabrik des PHW-Konzerns in Bayern. Sie bekletterten zwei 30 Meter hohe Kräne und verhinderten so deren Weiterbetrieb. „Bis jede Schlachtfabrik still steht“, stand auf dem dort befestigten Großtransparent geschrieben. An einer anderen zentralen Stelle des Baugeländes, dem Baubüro, ketteten sich drei Aktivist_innen mit Bügelschlössern um ihren Hals aneinander, während weitere dort Protestschreiben verbreiteten, um ebenfalls die Aufrechterhaltung des Baubetriebes zu erschweren. Vor dem Gelände fand eine Kundgebung statt. Bis zu 300.000 Hühner können in der neuen Schlachtfabrik täglich getötet werden, welche im Laufe des Jahres 2016 wieder in
Betrieb ging. Von drei Uhr nachts bis 20 Uhr am Abend laufen die Förderbänder der Tötungsmaschine und werden von schlecht bezahlten, in unmenschliche Arbeits- und
Lebensverhältnisse hineingezwungene Arbeiter_innen bedient. „Die Schlachtfabrik ist ein Ort des Elends, der Gewalt und des Leids, der in einer Gesellschaft, die Werte wie Gerechtigkeit, Respekt und Mitgefühl vertritt, keinen Platz haben dürfte“, so eine der Aktivist_innen.

Dass nun staatliche Behörden politische Aktionen gegen Ausbeutung und Tötung kriminalisieren und Strafverfahren gegen Menschen einleiten, die sich für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen, statt gegen die PHW-Gruppe vorzugehen, zeigt die herrschenden Verhältnisse und muss deshalb nach wie vor bekämpft werden! Kommt am 28.02. als Beobachter*innen und Unterstützer*innen zu den Prozessen nach Straubing, um die Aktivist*innen in ihrem Kampf zu unterstützen!

Hinweis: Drei Prozesse finden zeitgleich statt –
10:00 Uhr im Amtsgericht – Kolbstraße 11, 94315 Straubing.
Eine Kundgebung vor dem Amtsgericht wird ab 09:00 Uhr stattfinden.

Auch wenn wir uns über Prozessbeobachter*innen und Teilnehmende an den drei Prozessen freuen, finden wir natürlich super, wenn Aktionen überall stattfinden – wie beispielsweise während der Aktionswoche von 24.02.-03.03.2018!