Aufruf 2016

Das Schlachten beenden! Den Ausbau von Wiesenhof verhindern!

Aktionscamp gegen Tierfabriken – 29ter Juli bis 4ter August 2016

Der Druck auf Wiesenhof ist groß: an vielen Orten, an denen neue Mastanlagen gebaut oder ihre Schlachtfabriken erweitert werden sollen, gibt es Widerstand von Anwohner*innen, Umweltschutzverbänden und Aktivist*innen der Tierbefreiungsbewegung.

Mit vielfältigen Aktionen wird der Betriebsablauf des Mutterkonzerns, die PHW-Gruppe und ihre Partnerunternehmen gestört.

Im Februar 2016 erteilte das Gewerbeaufsichtsamt Hannover dem Tierausbeutungsunternehmen „Nienburger Geflügelspezialitäten Gmbh“ – ein Tochterunternehmen der PHW Gruppe – die Genehmigung für die Erweiterung ihrer Fabrik in Holte bei Nienburg. Nach drei Aktionscamps, vielen Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und einem intensiven Klageverfahren, kann damit gerechnet werden, dass nun vier Jahre nach der Beantragung mit dem Ausbau begonnnen wird.

Dies ist für uns in Anbetracht der katastrophalen Folgen nicht akzeptabel:
der Protest geht weiter!

Unser Ziel “Das Schlachten beenden!” geht über die Forderung den Ausbau der Wiesenhofschlachtfabrik zu verhindern hinaus. Sie bedeutet für uns die kapitalistische Gesellschaft, die auf der Unterwerfung und Tötung der Tiere, sowie der Ausbeutung lohnabhängiger Arbeiter*innen und der Zerstörung der Natur basiert, zu überwinden.

250.000 Hühner sollen in der neuen Schlachtfabrik täglich getötet werden, womit sich die derzeitige Anzahl knapp verdoppeln würde. Unsere Kritik richtet sich gegen die kapitalistische Produktionsweise, die auf der Ausbeutung von lohnabhängigen Arbeiter*innen beruht und in der Fleischproduktion besonders extreme Missstände annimmt. Zudem gegen das Leid, welchem die Tieren ausgesetzt sind, wie die Gefangenschaft und die Tötung. Darüber hinaus verurteilen wir den dadurch mitverursachten Klimawandel und dessen katastrophalen Folgen für das Leben auf der Erde. Sie sind ein weiterer dringender Grund für den Stopp der Fleischproduktion. Nicht zuletzt sei genannt, dass die globale Erwärmung ganze Regionen unbewohnbar macht und Landraub für den Futtermittelanbau, Vertreibung und Flucht zur Folge hat. Uns ist es wichtig, deutlich zu machen, dass die Themen gemeinsame Ursachen haben.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Auf dem Camp wird es verschiedene Worksops, Vorträge, Musik, Kunst, Raum für Vernetzung und Aktionen geben. Der Bauplatz und die Schlachtfabrik mit allen beteiligten Firmen bieten einen breiten Spielraum für vielfältige und direkte Aktionen.