Aktivist der Kampagne gegen Tierfabriken klagt gegen die Polizei Lüneburg

Aufruf zur kritischen Begleitung der Verhandlung beim Verwaltungsgericht Lüneburg

Am 22. April 2015
9.15 Uhr
Verwaltungsgericht Lüneburg
Sitzungssaal 1


Gegenstand ist eine Klage gegen einen einwöchigen Platzverweis rund um die Schlachtfabrik in Wietze, der einen Tierbefreiungsaktivisten der Kampagne gegen Tierfabriken und 30 weiteren Aktivist_innen des Bündnisses für Tierbefreiung am 8. Juli 2013 im Rahmen eines spektakulären Polizeieinsatzes ausgesprochen wurde.1

Wir freuen uns über eine kritische Öffentlichkeit.

Hintergrund:

Seit 5 Jahren kämpfen wir kontinuierlich gegen Neu- und Ausbauten von Schlachtfabriken in Niedersachsen und die damit verbundenen katastrophalen und tödlichen Folgen für Tiere, Menschen und Umwelt.


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Wir blicken zurück auf eine Geschichte von – für Politik und Industrie – unbequemer Öffentlichkeitsarbeit und störenden Aktionen.

Leider aber auch auf eine Geschichte der Repression:
Ermittlungsverfahren, ED-Behandlungen, Strafprozesse, Hausdurchsuchung, Spitzeleinsatz, Telefonüberwachungen, Aufenthaltsverbote und Platzverweise. Viel wurde und wird von Seiten der Repressionsbehörden im Dienste der Fleischindustrie versucht, um den Widerstand zu brechen und Protest zu verhindern. Die solidarische Unterstützung vieler Genoss_innen hat uns geholfen trotz massiver Repression unsere Kämpfe weiter zu führen und mit Gegenangriffen zu antworten.

So konnten wir nach einer intensiven Recherche die V-Person Ralf Gross öffentlich enttarnen und die Einstellung etlicher Verfahren und die Aufhebung eines halbjährigen Aufenthaltsverbotes erwirken.

1 Eine Pressemitteilung zu den Polizeieinsatz findet ihr hier:
http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/Einwoechiger-Platzverweis
2 So analysiert das LKA Niedersachsen die Auswirkungen von Tierrechtsaktivismus in Niedersachsen
Quelle: http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/Auswirkungen-von-Tierrechtsaktivismus