14.02.2015: Aktionstag in Visbek und Rechterfeld

Vor WEK verpixelt schrift

Am 14. Februar 2015 fand vor dem Tierarzt-Unternehmen WEK in Visbek die erste Protestveranstaltung mit circa zwanzig Teilnehmer_innen statt. An dem Protest beteiligte sich auch die Bürger_inneninitiative kooperierender Landkreise (BI-ko-La), die gegen Massentierhaltung in den Landkreisen Cloppenburg, Oldenburg, Vechta und Emsland aktiv ist.
Mit der ungefähr einstündigen Kundgebung gegen WEK wurde auf deren wichtige Rolle im Rahmen der industriellen Tierhaltung hingewiesen.
Eine Aktivistin dazu:
„Die WEK Gemeinschaftspraxis betreut rund ein Viertel aller Hühnermastanlagen in ganz Deutschland für Konzerne wie PHW (Wiesenhof), Rothkötter und andere große Fleischunternehmen. Hier wird klar, dass es bei der Tätigkeit von WEK nicht um die Gesundheit von Tieren geht, sondern vor allem um weitere Tierbestandsoptimierung, also um Profitmaximierung. Dabei treiben sie durch den massiven Einsatz von Antibiotika die Resistenzentwicklung von Keimen weiter voran.“

Vorm Rathaus verpixeltSpaziergang verpixelt2

Um den Protest auch in belebtere Gegenden zu tragen, entschieden sich nach der Kundgebung mehrere der Protestierenden für einen spontanen Spaziergang durch Visbek. So ging es mit Transparenten, Sprechchören und Flyern durch mehrere kleine Straßen bis zum Rathaus, wo sich der Spaziergang dann allmählich wieder auflöste.
Nach dem Spaziergang durch Visbek ging es mit, seit der WEK-Kundgebung existierender, großer Polizeibegleitung weiter ins benachbarte Rechterfeld, wo sich der Hauptsitz der PHW-Gruppe befindet. Zunächst wurde eine kleine Spontankundgebung vor einer Wiesenhof-Brüterei abgehalten und danach, als letzte Station des Tages, der Hauptsitz des Konzerns selbst angesteuert.

Hier ist nun ein Video des Aktionstages in Visbek und Rechterfeld. Dieses Video wurde von der Bürger_inneninitiative BI-ko-La gefertigt. Wir danken der BI-ko-La für ihre Unterstützung und hoffen auf eine weitere gemeinsame Vernetzung und Kooperation.
Doch es ist eins sicher, nämlich, dass der Dank an die Polizei im Abspann des Videos überdacht werden kann. Es ist erstens fraglich, ob wir ohne vier Streifenwagen und ohne drei Autos von zivilen Polizist_innen ungesicherter gewesen wären. Und zweitens lässt sich die hohe Präsenz an Polizeikräften eher als Einschüchterung verstehen, die einige Menschen, die uns gern in unserem Protest unterstützt hätten, von solchen Protestveranstaltungen fernhält.