Mastanlage mit 145.000 Mastplätzen ist kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr!

Gestern hat das Verwaltungsgericht München ein Urteil in der Auseinandersetzung um eine Hühnermastanlage in Eschelbach/Wolnzach gesprochen: Die Anlage darf nicht in Betrieb genommen werden! Ein Urteil was vielleicht auch Auswirkungen auf andere Mastanlagen in Deutschland haben könnte.

„(…) Einer der größten Geflügelmastbetriebe in Bayern darf vorerst nicht in Betrieb gehen. Das Verwaltungsgericht München entschied am Freitagnachmittag, dass die Mastanlage in Wolnzach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm nicht als landwirtschaftlicher Betrieb zu werten ist. „Nur als solcher wäre die Anlage unter baurechtlichen Gesichtspunkten im Außenbereich zulässig“, teilte das Gericht mit. Ein Landwirt wollte eine neue Anlage mit rund 145.000 Mastplätzen bauen. Das löste für Proteste aus.(…)“ (Augsburger Allgemeine)

US-Justiz: Bayer/Monsanto-Herbizid Roundup krebserregend!

„(…) Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken von Produkten der Tochter Monsanto verloren. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag einstimmig, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Damit geht der Prozess nun in eine zweite Phase, in der geklärt werden soll, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte.(…)“

https://www.sueddeutsche.de/…/bayer-glyphosat-monsanto-kreb…

Aktion gegen den Hühnermastanlagen-Neubau in Asendorf-Hardenbostel!

Fleischindustrie enteignen in Asendorf. Eins von vielen Schildern…

Wie wir bereits berichtet haben, will die Agrarindustrielle Iris Flentje eine neue Mastanlage für 39.900 Hühner in Asendorf-Hardenbostel errichten. Vor Ort ist bereits eine Bürger*innen-Initiative gegen dieses Vorhaben aktiv. Auch einige Aktivist*innen der „Kampagne gegen Tierfabriken – Niedersachsen“ haben heute die Pläne von Flentje zum Anlass genommen in Asendorf und direkt am Bau- und Wohnort Hardenbostel für ein wenig Umdekoration zu sorgen. Mit mehreren Protestschildern, mit Bildern von den unwürdigen Zuständen aus Hühnermastanlagen und mit Transparenten sind sie zunächst durch Asendorf gezogen und haben einige Schilder mit Aufschriften wie „Ausbeutung beenden! Klima retten! Tierfabriken dichtmachen!“ oder „Hühnermastanlage in Asendorf-Hardenbostel verhindern!“ an belebte Plätze gehangen. Danach ging es weiter direkt nach Hardenbostel wo trotz laufender Widersprüche schon der Grundstein für die neue Hühnermastfabrik gelegt wurde.

Erfreut stellten die Aktivist*innen bei der Ankunft vor Ort fest, daß viele Hardenbosteler*innen bereits Protestbanner gegen die neue Anlage in den Straßen und an Gartenzäunen angebracht haben. Nur ein Haus ist besonders aufgefallen, da es noch keine eigene Protestnote hatte: Das Haus von Iris Flentje selbst und so bemühten sich die Aktivist*innen auch dort ein Transparent und einige Schilder anzubringen, die die Klimazerstörung durch die Tierindustrie thematisierten. Als die laufende Dekoration durch die Bewohner*innen des Hauses bemerkt wurde, kam den dekorierenden Menschen eilig ein Bewohner entgegen und reagierte sichtlich gereizt, schubste einige Aktivist*innen und versuchte die Schilder und das Transparent abzureißen. Nach kurzer Diskussion was nun eigentlich „unverschämt“ wäre: Ein paar Protestplakate anzubringen, oder aber eine riesige Mastanlage, die massiv Natur und Leben zerstört zu bauen, zogen die Aktivist*innen weiter und hinterließen noch hier und dort ein paar Bilder der Zustände aus Hühnermastfabriken. Zustände, die in Asendorf-Hardenbostel hoffentlich noch verhindert werden können. Wir wünschen allen die sich gegen die geplante Mastanlage einsetzen erfolgreiche Proteste!

Für Mensch, Tier, Natur und Klima! Industrielle Tierhaltung stoppen!

(Mehr Bilder von der Aktion sind auf unserer Facebook-Seite…)

Heute waren wir beim Klimastreik „Fridays For Future“ in Braunschweig.

Weltweit bestreiken zehntausende Schüler*innen, Auszubildende und Studierende jeden Freitag Schule, Ausbildungsplatz und Universität, um gegen den Klimawandel auf die Straße zu gehen. Auch in vielen deutschen Städten wie Braunschweig ist der „fridays for future“ bereits angekommen. Heute waren wir auch mit dabei, um auch den Schwerpunkt industrielle Tierhaltung, die einen enormen Anteil zum Klimawandel beiträgt in die Proteste einzubringen. Die Stimmung auf der Demonstration war gut und motiviert und trotz Nieselwetter sind wieder viele Menschen gekommen, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Auch der in Braunschweig bekannte Neonazi Lasse Richei hat offenbar aus Langeweile versucht sich am Ende der Demo unter die Menge zu mischen und mackerte hilflos in der Gegend herum. Er wurde letztendlich von der gesamten Demo mit „Nazis raus!“-Rufen verabschiedet und von der Polizei wegen Bedrohung einzelner Demoteilnehmer*innen weggeführt.

Beteiligt euch auch an den Klimastreiks! Am 15ten März soll es einen großen internationalen Klimastreik geben! Gemeinsam gegen die Klimakrise!

Infos gibt´s hier:

https://fridaysforfuture.de/

Neues zur Hühnermastanlage in Asendorf-Hardenbostel – Eilverfahren am 11ten März 2019!

Iris Flentje schafft gerade Fakten in Asendorf-Hardenbostel und baut eine Hühnermastanlage mit Kapazitäten von 39.900 Tieren. Sie beantragte trotz laufenden Widersprüchen von der Bürger*innen-Initiative (BI) „Gesunde Luft – für uns und unsere Kinder“ erfolgreich einen sofortigen Vollzug der Baugenehmigung und begann Ende 2018 mit den Bauarbeiten. Die BI stellte daraufhin über ihren Anwalt einen Eilantrag, um die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. Darüber verhandelt nun das Verwaltungsgericht Hannover am 11ten März 2019.

Niedersächsischer Landtag: Fragestunde zu sogenannten „militanten Tierrechtsgruppen“ in Niedersachsen.

 

Nach zwei Bränden von gerade leeren Mastanlagen Ende 2018 in Neuscharrel (laut Justizministerin ein technischer Defekt) und in Altenwahlingen (laut Innenminister eine politisch motivierte Brandstiftung) beschäftigte sich der Niedersächsische Landtag am 25ten Januar 2019 mit der von der CDU gestellten Anfrage: „Wie kann die ländliche Bevölkerung vor den Anschlägen militanter Tierrechtler geschützt werden?“ Laut Innenminister Pistorius gibt es in Niedersachsen zwei „militante Tierrechtsgruppen“, nämlich die Animal Liberation Front und ähm… uns, die Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen. Diese Fragestunde voller Mutmaßungen und durcheinanderer Aufregung kann man sich hier ab Minute 0:48:12 bis 1:36:00 ansehen.

Bolsonaros (neuer Präsident Brasiliens) erste Amtshandlung und der Klimawandel als „marxistische Verschwörung“.

Weg frei für die Agrarunternehmen in Brasilien.

„(…) Schon wenige Stunden nach seinem Amtseid übertrug er die Verantwortung für die Festlegung und Demarkierung des Landes von Ureinwohnern vom Justiz- auf das Landwirtschaftsministerium. Dabei geht es auch um die Bewirtschaftung von Regenwaldgebieten, die angestammte Gebiete von indigenen Völkern sind.

Neue Ministerin ist die bisherige Agrarlobbyistin Tereza Cristina Corrêa da Costa Dias, die zuvor die Landwirtschaftsgruppe im Parlament geführt hatte. Kritiker fürchten, dass sie wenig Interesse am Umweltschutz haben dürfte. Wie ihr Chef setzt sie auf eine intensive wirtschaftliche Nutzung und lehnt Forderungen indigener Stämme ab. (…)“

„(…) Agrarunternehmer hatten sich immer wieder beschwert, das bislang zuständige Amt für indigene Angelegenheiten verfüge über zu viel Macht.

Der Richtungswechsel könnte auch den internationalen Klimaschutz in Gefahr bringen, da sich die indigenen Gemeinschaften Brasiliens traditionell als „Hüter des Waldes“ verstehen und Widerstand gegen die großflächige Abholzung leisten. Zudem erwägt Bolsonaro einen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Brasilien kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle zu, da das Amazonasgebiet als CO2-Speicher von globaler Bedeutung ist. Als Außenminister hat Bolsonaro Ernesto Araújo berufen, der den Klimawandel für eine „marxistische Verschwörung“ hält.(…)“ (Zeit)

https://www.zeit.de/…/brasilien-regierung-jair-bolsonaro-ka…

Schlachtfabrik in Wietzen-Holte schließt: Kündigungen und eine Verlagerung des Tötens. Warum es trotzdem ein Erfolg ist.

Bild: Hartmut Kiewert

„Wenn es noch mehr Ärger gibt, dann macht mein Chef in Visbek den Laden hier komplett dicht.“ (Gerhard Bodenburg (ehemaliger Wiesenhof-Geschäftführer in Wietzen-Holte) im Jahr 2014 zu seinem „Lebenswerk“ Schlachtfabrik)

Die Wiesenhof-Schlachtanlage in Wietzen-Holte macht bis April 2019 dicht und verlagert ihre Produktion auf andere Standorte wie zum Beispiel nach Lohne (Oldenburg). Circa 300 Arbeiter*innen verlieren ihren Arbeitsplatz. Laut PHW-Wiesenhof soll es für die festangestellten Arbeiter*innen jedoch einen Sozialplan geben und man könne Arbeiter*innen ins Werk nach Lohne übernehmen. Für die rund 100 Leih- und Werkvertragsarbeiter*innen wird es wohl nach wie vor ein ungerechtes System bleiben. Sie werden auf die Straße gesetzt wie es den Konzernchefs passt. In der Wiesenhof-Pressemitteilung werden sie nicht mal wirklich erwähnt. Aber warum ist es trotzdem gut, dass diese Fabrik schließt, obwohl die Tötung unvermindert weiter geht und Kündigungen ins Haus stehen? Es ist ein Erfolg, weil PHW-Wiesenhof als einer der größten Geflügelfleischkonzerne mal nicht machen konnte was er wollte! Wiesenhof versuchte in Wietzen-Holte durch eine Erweiterung ihre Schlachtfabrik-Kapazitäten weiter zu steigern. Jahrelang kämpfte Wiesenhof dafür neben der bestehenden Fabrik eine neue modernere Anlage mit einer Kapazität von 250.000 Tieren pro Tag aufzubauen, um auch insgesamt ihre möglichen Schlachtkapazitäten in Deutschland weiter zu erhöhen. Daran sind sie gescheitert!

Durch verschiedenste Proteste an diesem Standort, wie mehrere unserer Aktionscamps (seit 2013), Demonstrationen und Blockaden wurde eine breite Öffentlichkeit auf das Vorhaben von Wiesenhof aufmerksam und Klagen verhinderten immer wieder ein weiterkommen der geplanten Erweiterung. Durch diesen Widerstand verzögerten sich die Ausbaupläne für Wiesenhof immer weiter, solange bis die Fabrik scheinbar nicht mehr tragbar für die nötige Profitmaximierung war. Die geplante Erweiterung ist gescheitert, die Fabrik muss geschlossen werden. Den ungefähr 70.000 Tieren, die pro Tag zuletzt noch in Wietzen-Holte getötet werden/wurden hilft das erstmal herzlich wenig, sie werden an anderer Stelle getötet, aber es ist trotzdem ein kleiner Rückschlag für PHW-Wiesenhof. Denn Wiesenhof musste ungewollt Infrastruktur abbauen statt weiter aus- und aufzubauen. Hätte es den Widerstand gegen die geplante Erweiterung in Wietzen-Holte (zuletzt lag noch eine Klage gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung vor) nicht gegeben, dann würde heute wohl schon eine weitere von Wiesenhof´s Mega-Anlagen genau dort stehen. Damit hätte PHW-Wiesenhof insgesamt deutschlandweit noch mehr nutzbare Kapazitäten und Handlungsräume gehabt und in Zukunft somit die Möglichkeit insgesamt noch flexibler und noch mehr Tiere schlachten zu können. Die Spanne nach oben wäre noch höher als jetzt schon. Wiesenhof hat schon förmlich (noch lauter als heute) gerufen: „Baut neue Mastanlagen! 40.000, 120.000, 360.000 Hühner! Egal! Wir haben genug Kapazitäten für alle!“. Das wurde aber erstmal etwas ausgebremst, da ihnen nun eine ihrer Produktionsstätten fehlt und damit, statt immer weiter immer mehr theoretisch nutzbare Kapazitäten auszubauen, gerade „nur“ die Möglichkeit bleibt die bestehenden – und jetzt schon teils gar nicht ausgereizten – Schlachtkapazitäten zu nutzen/zu füllen. weiterlesen

Ein aktueller Blick nach Wietze (bei Celle).

Damalige Betretungsverbotszone für Aktivist*innen (Roter Bereich)

1: Gegner*innen geben nicht auf.
2: Schlachtfabrik anders gebaut als genehmigt. Genehmigung wird beklagt.

1: „(…) Auch Uschi Helmers weiß, dass die schweigende Mehrheit in Wietze die Proteste längst für überflüssig hält und sogar belächelt. „Aber wir wollen für die schweigende Mehrheit immer ein kleiner Stachel sein. Wir weisen darauf hin: Wenn man über die Klimakatastrophe redet, wenn man über Tierschutz redet, dann steht das auch immer im Zusammenhang mit diesem Schlachthof.“(…)“

2: „Der Geflügelschlachthof in Wietze (Landkreis Celle) ist offenbar anders gebaut worden als genehmigt. Knut Haverkamp, Sachverständiger für Immissionsschutz des NABU, sagte am Donnerstag vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg, die Anlage habe nur vier Schornsteine anstelle der genehmigten zehn. Damit sei die Berechnung der Emissionen hinfällig.(…)“

„(…)Der NABU hatte gegen die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb des Schlachthofes geklagt, weil er erhebliche Gefahren von dem Betrieb ausgehen sieht. So habe das Gewerbeaufsichtsamt in seiner Genehmigung keine Aussagen über die Schwebstoffe und Staub mit krankheitserregenden Keimen gemacht. Gleiches gelte für die Regelungen zum Lärm, der durch den Betrieb des Schlachthofes und den Zulieferverkehr entstehe. Aus all diesen Gründen ist die Betriebsgenehmigung nach Ansicht des NABU nicht rechtmäßig.(…)“

„(…)Sollte der Naturschutzbund mit seiner Klage Erfolg haben, dann droht dem Schlachthof unter Umständen die Schließung. Nach Aussagen eines Gerichtssprechers ist dies möglich, wenn das Gericht feststellt, dass von der Anlage eine Gefahr für die Anwohner ausgeht. Dann arbeite der Betrieb ohne gültige Genehmigung. Mit einem Urteil in dem Prozess wird in etwa zwei Wochen gerechnet.(…)“

1: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wietze-Schlachthof-Gegner-lassen-nicht-locker,wietze284.html

2: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Schlachthof-Wietze-Anders-gebaut-als-geplant,schlachthof145.html

 

ERFOLG! Schlachtfabrik in Wietzen-Holte macht komplett dicht!!!

Nachdem jahrelang gegen die Schlachtfabrik und deren geplante Erweiterung protestiert wurde (Klagen, Blockaden, Aktionscamps (unser erstes Camp war 2013), Demos, Kundgebungen usw.), gibt PHW-Wiesenhof in Wietzen-Holte endlich auf! Schon April 2019 soll die Produktion in Wietzen-Holte beendet sein. Fehlende Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist die Begründung von Wiesenhof. Wir machen weiter: Es gibt noch viele andere Wiesenhof-Schlachtfabriken! Protest lohnt sich, denn hätte Wiesenhof ungestört die Fabrik erweitern können, dann wäre die Wirtschaftlichkeit heute sicher gegeben gewesen und eine Schließung so nicht nötig.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wiesenhof-schliesst-Schlachthof-bei-Nienburg,wiesenhof664.html

https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/wietzen-gefluegelproduzent-schliesst-standort-11136126.html

Ein Bericht über einen Monat Unterstützungsarbeit für Flüchtende in Serbien.

Es gibt einen weiteren Bericht aus Subotica (Grenze Serbien/Ungarn).

Hiermit möchten wir dazu aufrufen nach Subotica zu fahren und diese Arbeit weiter zu führen bzw. zu unterstützen. Derzeit ist die kleine spanische Organisation /escuela con alma /die einzig aktive Gruppe vor Ort und sucht Leute die sie in den nächsten Wochen und Monaten untersützen könnten.

Den vorangegangenen Bericht findet ihr einige Beiträge vorher.

Der Bericht:

Grenzerfahrungen am Rande der EU

Ein Bericht über einen Monat Unterstützungsarbeit für Flüchtende in Serbien.

Nach einem Monat Unterstützungsarbeit in Subotica möchten wir zum Ende einen Rückblick auf unsere Arbeit, die vielen Begegnungen mit den flüchtenden Menschen und die Orte, in denen sie derzeit verweilen müssen, werfen.

In ein paar Tagen werden wir wieder zurück fahren – einfach so die Grenze passieren, die all den Menschen, die wir hier kennen gelernt haben, verschlossen bleibt. Wir sind so wütend über diese Abschottungspolitik, über diese Grenzen und die katastrophalen Zustände mit denen wir hier konfrontiert wurden. Es ist kaum vorzustellen was dies bei den Menschen anrichtet, die direkt davon betroffen sind. Wir sind ja nur „Besucher*innen“. weiterlesen

Weitere Schlachtfabrikarbeiter*innen an Tuberkulose erkrankt!

„Als ein Schlachthof-Mitarbeiter in Westeremstek an offener Tuberkulose starb und drei weitere Fälle im selben Betrieb bekannt wurden, geriet der Betrieb in die Kritik. Als dann weitere TBC-Fälle an anderen Schlachthöfen in der Öffentlichkeit auftauchten, weitete sich diese Kritik auf eine ganze Branche aus. Insbesondere die Arbeitsverhältnisse stehen im Mittelpunkt.“(NWZ-Spezial zum Thema)

https://www.nwzonline.de/tuberkulose

Alle auf die Straße gegen Bolsonaro! Ein Aufruf aus Brasilien.

„Am 1. Januar 2019 übernimmt Jair Bolsonaro die Präsidentschaft Brasiliens. Seine Kandidatur, seine Regierung und seine Verbündeten repräsentieren das Schlimmste aus jeder Gesellschaft: Autoritarismus, Sexismus, Rassismus, Homophobie und Xenophobie. Kapitalismus kombiniert mit starken faschistischen Tendenzen! Wir rufen alle auf, sich zu wehren.

Der neue Präsident hat bereits gezeigt, dass seine Regierung politische Minderheiten als ihre vorrangigen Angriffsziele sieht. Er wird die Rechte der Arbeiter*innen, der Frauen, der Armen, der vorstädtischen Bevölkerung, people of colour, der gesamten LGBTTIQ-Gemeinschaft, der Indigenen und der Einwanderer*innen angreifen und ihr Leben bedrohen.

Mit Fake News, Gerüchten und Verzerrungen der Fakten haben Bolsonaro und seine Anhänger Millionen von Menschen beeinflusst und sich der Debatte über ihre Absichten entzogen.

Sie bedrohen die Umwelt mit ihrer Agenda zur Aufhebung des Umweltschutzes, ihrer Weigerung, die globale Erwärmung anzuerkennen, und ihrem Plan, ökologische Reservate und indigene Ländereien an die Agrarwirtschaft und den internationalen Markt zu liefern.(…)“

Weiterlesen auf: http://crimethinc.blogsport.de/…/alle-auf-die-strasse-gege…/

Bericht: Lebensbedingungen vor der serbisch-ungarischen Grenze.

Gerade befinden sich Genoss*innen von uns in Subotica (Serbien) an der serbisch-ungarischen Grenze und unterstützen dort Menschen die auf der Flucht in die EU sind. Hier ein Bericht von der sehr dramatischen Situation vor Ort. Spendet (siehe Ende des Berichts) und unterstützt vor Ort!

Bericht (Triggerwarnung):

Lebensbedingungen vor der serbisch-ungarischen Grenze

Ein Bericht über die Situation illegalisierter Menschen an einer europäischen Grenze. Seit dem 12.12.2018, sind wir nun in Subotica, einer Stadt in Serbien an der Grenze zu Ungarn. Zu dritt arbeiten wir als Teil der Organisation aus Spanien escuela con alma und versuchen Menschen, die auf der Flucht in die EU sind, mit dem Lebensnotwendigen zu unterstützen .Escuela con alma begleitet die Menschen auf der Flucht seit gut 1,5 Jahren, schafft Öffentlichkeit für ihre Situation, dokumentiert Polizeigewalt und hat Strukturen für Unterstützer*innen und zur Versorgung geschaffen.
Momentan gibt es zwei Orte, in denen die Menschen in ihrer Zeit in und um Subotica wohnen. Ein Ort ist außerhalb der Stadt, der andere mitten im Zentrum. An den beiden Orten ist die Situation sehr unterschiedlich, weshalb wir sie getrennt voneinander beschreiben möchten. weiterlesen

By 2020 we rise up! Europaweite Kampagne gegen den Klimawandel!

„Am 8. Dezember haben Aktivist*innen auf der ganzen Welt den Klima-Alarm ertönen lassen. Wir haben dieses Datum gewählt, um einen massenhaften Aufstand für Klimagerechtigkeit zu starten.

Während Extremwetterereignissen weltweit Verwüstungen anrichten und Politiker*innen und Konzerne auf der COP 24 in Katowice mit dem „busisness as usual“ weitermachen, haben wir keine Zeit zu verlieren. Es ist an uns, die Klimakrise zu lösen.

Das Jahr 2019 hindurch werden wir eine zunehmende Zahl von Menschen mobilisieren, die mit ihren Körpern die Maschinerie blockieren, die die Zerstörung verursacht. Wir werden unseren Protest an die Orte tragen, an denen Klimawandel gemacht wird; wir machen Aktionen gegen fossile Infrastruktur, gegen Unternehmen, gegen politische sowie finanzielle Institutionen, die die Ursache der Krise sind. Zusammen werden wir den radikalen Wandel einleiten, den unsere Gesellschaft braucht, um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten.

Beim Treffen des Climate Justice Action (CJA) Netzwerks in Ostrava, Tschechien (17.-19. November 2018) haben Gruppen aus ganz Europa beschlossen, ihre Kämpfe zu verbinden – gegen Gaspipelines, Kohleminen, Agrarindustrien, Flughafenausbau und soziale Ungerechtigkeiten.

Ab dem 8. Dezember werden wir uns gemeinsam erheben. Wir werden über das Jahr 2019 hinweg Anlauf nehmen, um im Jahr 2020 einen kollektiven Massenaufstand für Klimagerechtigkeit und Systemwandel zu organisieren.“ (https://animal-climate-action.org/…/by-2020-we-rise-up-sta…/)

http://by2020weriseup.net/

#WeRise2020