– Aktionen kosten Geld –

Wiesenhof Blockade KW

– Foto von Ruben Neugebauer –

Die Blockadeaktion am letzten Montag kostete leider nicht nur Nerven. Und auch wenn es unseren politischen Ausrichtungen entgegen steht, dass der finanzielle und organisatorische Aufwand der hinter solchen Aktionen steht, zwei von vielen Faktoren darstellt, ob diese Formen der Intervention stattfinden können:
Die Verhältnisse sind kapitalistisch und repressiv organisiert, dem
können wir uns nicht entziehen, aber etwas entgegensetzten. Solidarität!

Das schöne an unseren Zusammenhängen, wir bleiben nicht allein auf dem Aufwand sitzen. Sondern jede*r gibt was er/sie kann oder will. Menschen die Repressionen riskieren, sollten mit der Belastung nicht allein gelassen werden.
Weder finanziell noch psychisch.

Wir sind kein WWF und kein Greenpeace, deshalb benötigen wir vor allem auch nach solchen Aktionen eure finanzielle Solidarität!

Wiesenhof enteignen – Geld zu Uns!

Hier hin:
„Spen­den und Ak­tio­nen“
IBAN: DE29 513 900 00 0092881806
BIC: VBMHDE5FXXX
Volksbank Mittelhessen
Verwendungszweck: „Tierfabriken-Widerstand-KW“
(Den Verwendungszweck bitte un­be­dingt mit an­ge­ben, das Geld kann
sonst nicht richtig zugeordnet werden!)

WIESENHOF-SCHLACHTFABRIK IN NIEDERLEHME BLOCKIERT

2003-2017-091114921927914884Seit 9:00 Uhr blockieren rund 30 Aktivist*innen aus verschiedenen emanzipatorischen Bewegungen die Zufahrten zur Wiesenhof-Schlachtfabrik in Königs wusterhausen/Niederlehme. Beide Werktore sind mit Betonfässern verstellt, an denen sich insgesamt vier Menschen festgekettet haben. Eine weitere Person befindet sich in ca. fünf Metern Höhe auf einem Metalldreibein über einem der Fässer. Einige Aktivist*innen sind auf LKWs geklettert. Zur gleichen Zeit haben sich an die 10 Personen zu einer Kundgebung versammelt.

Der Protest ist keine vereinzelte Aktion gegen die gewaltsame Schlachtmaschinerie, die Tiere fabrikmäßig in Fleischteile zerteilt. Die Schlachtfabrik, die wir als konkretes Ziel unserer Aktion gewählt haben, vereint in sich all die Verhältnisse, die es anzugreifen und zu überwinden gilt. Sie steht für die Degradierung alles Lebens und deren Ressourcen zu verkaufbaren Waren, welche mit unserem Angriff heute gestört werden soll. Die Aktion ist Teil der Antworten linker Kämpfe auf die gesamtgesellschaftliche Katastrophe des global herrschenden Kapitalismus, nach dessen Logik unterdrückt, ausgebeutet und ausgegrenzt wird, was rechte Ideologie, Konkurrenzkampf und Entsolidarisierung zur Folge hat. Sie ist gegen die kapitalistische Produktion gerichtet, die Arbeiter*innen, Tiere und Natur verwertet und in deren Sinne Grenzen und Mauern gegen jene errichtet werden, die in dieser Verwertungssystematik derzeit als überschüssige und unnütze Arbeitskräfte gelten.

Die Aktion ist eine Solidarisierung mit den geknechteten Arbeiter*innen, den verdinglichten Tieren und den durch eine extrem repressive, rassistische Politik ins Elend getriebenen Geflüchteten. Sie ist eine Bemächtigung gegen die auferlegte Ohnmacht, ein Zuwortmelden emanzipativer Politik gegen rechte und konservative Parolen.
In Zeiten von Pegida und Afd, in denen sich Menschen allzuoft in den Straßen zusammenrotten, um selbst gegen entstehende Geflüchtetenunterkünfte oder Geflüchtete vorzugehen, empfinden wir es als sehr unterstützenswert, dass es wie hier in Königswusterhausen auch Menschen gibt, die sich als Bürger*inneninitiative formieren, um gegen einen Schlachtfabrik aktiv zu werden.

In den Schlachtfabriken wird der Zwang und die Gewalt des Kapitalismus gut sichtbar: Im Antransport der lebendigen Ware, den Tieren, und ihrer gewalttätigen Zurichtung am Schlachtband. In den prekären Arbeitsbedingungen der Schlachthofmitarbeiter*innen. In der zerstörten und emissionsbelasteten Natur, die den Schlachthof umgibt. Aber auch in den Produktionsprozessen, die denen in der Schlachtfabrik vor- bzw nachgeschaltet sind: Beispielsweise dem Futtermittelanbau, der mit Land Grabbing, Vertreibung und Naturzerstörung verbunden ist. Oder dem Export der Fleischwaren in den globalen Süden, der die Produktion in diesen Ländern und deren Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zerstört.
Dieser Export dient auch in der Tierausbeutungsindustrie der Gewinnmaximierung, die innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsordnung unumgänglich ist.

Damit einher gehen Wachstumspläne der führenden Unternehmen, die bereits an ihren Standorten Anträge auf Erweiterungen oder für Neubauten von Schlachtanlagen gestellt haben.
So plant auch die PHW Gruppe Marke Wiesenhof bei der hier ortsansässigen Firma „Märkische Geflügelhof-Spezialitäten“, die Schlachtleistung von 190 auf 352 Tonnen Lebendgewicht pro Tag nahezu zu verdoppeln. Umgerechnet entspricht dies der Tötung von ca. 160.000 tierlichen Individuen tagtäglich. Diese Schlachtpläne sollen durchkreuzt, das Schlachten beendet werden und mit diesem alle Formen von Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt und Zerstörung.

Wir verstehen diese Aktion als eine Aufforderung, Wege zu einer befreiten Gesellschaft zu suchen, gegen die behauptete Alternativlosigkeit der Unfreiheit und des Zwangs des Kapitalismus.

Die Aktion wird von Aktivist*innen von Tierfarbriken Widerstand, Kampagne gegen Tierfarbriken, Mastanlagen Widerstand, BI KW stinkt’s, BI Saustall Wadelsdorf, Berliner
Tierbefreiungsaktion, Animal Climate Action und Einzelpersonen unterstützt.

Aktuelle Infos unter:
tierfabriken-widerstand.org/newsticker-schlachthofblockade-niederlehme/
facebook.com/tierfabrikenwiderstand

No DAPL (Dakota Access Pipeline) – Kundgebung

Kampagne gegen Tierfabriken - NO DAPL

Am 23. Februar 2017 protestierten ca. 30 Menschen vor einer Filiale der Deutschen Bank am Bohlweg in Braunschweig.

Hintergrund dieser Aktion:

Das Ölunternehmen Energy Transfer will ihre im Bau befindliche und 3,8 Milliarden Dollar teure Erdölpipeline durch das Reservat indigener Menschen – Standing Rock – bauen. Diese Pipeline soll nach Fertigstellung auf einer Strecke von 1880 km rund 80 Millionen Liter Rohöl befördern. Der im Juli 2016 von der US Army Corps of Engineers (USACE) genehmigte Bau durch Standing Rock benötigte der USACE nach auch keine korrekte Umweltverträglichkeitsprüfung. Besonders in Bezug auf die Gefährdung der Trinkwasser-Reserven sei keine ausreichende Prüfung erfolgt.

Die Deutsche Bank unterstützt den Bau der Dakota Access Pipeline (DAPL) mit 275 Millionen Dollar, indem sie am Bau beteiligte Firmen Unternehmenskredite übergab.

Es gibt und gab viele Proteste vor Ort (Standing Rock). Um diese zu unterstützen und ihre Solidarität zu äußern fanden sich die weit entfernten Protestierenden vor der Deutschen Bank ein. Die Forderung: Keine Geschäfte mit Missachtenden von Mensch und Natur! Umweltschutz vor Profit!

Gerade mal einen Tag vor stattfindender Kundgebung wurde das Protestcamp von der Polizei geräumt.

Ausführlichere Informationen über den Hintergrund findet ihr hier:

Ein Video und Kurzbericht über die Räumung gibt’s hier (Tagesschau):

Verlauf der Kundgebung:

Die Aktionstartete um 15 Uhr. Bereits nach kurzer Zeit begann die Musikgruppe „Samba-Attac“ mit ihrem musikalischen Einsatz. Umstehende und vorbeigehendeLeute blieben interessiert stehen, schlossen sich zum Teil für eine Weile der Kundgebung an und äußerten ihre Solidarität mit den Protesten. Es gab viel mündlichen Austausch. Die verteilten Flyer wurden gern angenommen. Gemalte Schilder und Transparente wiesen auf das Thema der Kundgebung hin.

Auch die Menschen innerhalb der Bankfiliale hatten etwas vom Protest: Mit „Öl“ verunreinigteGeldschein-Nachahmungen, auf denen mit „#NoDAPL“ auf die Machenschaften der Deutschen Bank hingewiesen wurde, wurden an mehreren Geldautomaten platziert.

Nach einer Menge guter, lautstarker Musik und interessanten Gesprächen endete die Kundgebung um 17.30 Uhr.

Wir wünschen den Protestierenden in Standing Rock viel Kraft, Zusammenhalt, Unterstützung und was mensch noch so alles brauchen kann, um sich von den drohenden und bereits stattgefundenen Repressionen nicht unterkriegen zu lassen!

Solidarität mit den Kämpfen und Kämpfenden gegen die Dakota Access Pipeline!

Debatte um die neue Kampagne des Bundesumweltministeriums „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“

Kampagne gegen Tierfabriken - Bauernregeln

Via Bündnis Marxismus und Tierbefreiung

Wer in den letzten Wochen ein wenig die Nachrichtenberichterstattung über die neue Kampagne des Bundesumweltministeriums „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ unter der Leitung von Barbara Hendricks (SPD) verfolgt hat, könnte denken, von diesem relativ kleinen Staatsapparat ginge eine kleine Revolution, zumindest aber eine nennenswerte Reform aus. Weit gefehlt! weiterlesen

Der Schlachtplan

kampgne gegen tierfabriken - wiesenhof

Via Tierfabriken Widerstand

Ein guter Artikel in der Freitag über die Wiesenhof-Pläne in Königs Wusterhausen. Bis zum 6. März können noch Einwendungen gegen die Erweiterung geschreiben werden.

Mehr Infos und eine Mustereinwendung findet ihr hier: https://tierfabriken-widerstand.org/koenigs-wusterhausen/

Homepage der Bürger_inneninitiative vor Ort: http://www.kw-stinkts.de/

Der Schlachtplan
– von Hendrik Haßel – weiterlesen

BS: Kundgebung gegen das Dakota Access Pipeline-Projekt in den USA!

dakota-access-pipeline-erdoel-proteste-north-dakota-fs-teaser

Stoppt die Finanzierung der Dakota Access Pipeline (DAPL):
Am 23ten Februar 2017, um 15.00 Uhr vor der Filiale der Deutschen Bank (Bohlweg 24) in Braunschweig, im Rahmen einer internationalen Aktionswoche gegen die DAPL.

Hintergrund:
Das Ölunternehmen Energy Transfer will ihre im Bau befindliche und 3,8
Milliarden Dollar teure Erdölpipeline durch das Reservat indigener Menschen – Standing Rock – bauen. Diese Pipeline soll nach Fertigstellung auf einer Strecke von 1880 km rund 80 Millionen Liter Rohöl befördern. Der im Juli 2016 von der US Army Corps of Engineers (USACE) genehmigte Bau durch Standing Rock benötigte der USACE nach auch keine korrekte Umweltverträglichkeitsprüfung. Besonders in Bezug auf die Gefährdung der Trinkwasser-Reserven sei keine ausreichende Prüfung
erfolgt. Die Deutsche Bank unterstützt diese Pipelinepläne, indem sie am
Bau beteiligten Firmen Unternehmenskredite in Höhe von 275 Millionen
Dollar übergeben hat. weiterlesen

Erster Erfolg gegen Wiesenhof in Königswusterhausen: Erneute Aktenauslage

Kampagne gegen Tierfabriken - Wiesenhof in Königswusterhausen

Via Tierfabriken Widerstand

Wegen formaler und inhaltlicher Fehler müssen die Unterlagen für die Erweiterung des Schlachthofs in Königs Wusterhausen bei Berlin nochmal neu öffentlich ausgelegt werden. Das ist auch ein Erfolg des breiten Protests aus Bürgerinitiative, Naturschutzverbänden und Tierfabriken-Widerstand, denn auf die Fehler wurde in Einwendungen hingewiesen!

Wir freuen uns, dass nun Zeit gewonnen ist, um das Thema weiter zu diskutieren und eine noch stärkere Protestbewegung aufzubauen! Die Art, wie Firmen wie Wiesenhof mit Mensch, Tier und Umwelt umgehen, verliert ihre gesellschaftliche Akzeptanz – und das zu Recht. Für die Zukunft brauchen wir eine andere Landwirtschaft.

Neue Termine:

Öffentliche Auslegung: 18.01.2017 – 20.02-2017
Einwendungsfrist: 06.03.2017
Erörterungstermin: 30.03.2017

Hier ist der Link zur neuen Bekanntmachung. Mehr zu den Plänen von Wiesenhof in Königs Wusterhausen lest ihr hier.

Erneuter Fall von Vogelgrippe in Niedersachsen

Kampagne gegen Tierfabriken - Putenhaltung

Wie aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen, zu lesen ist „gibt es einen dritten Fall von Geflügelpest in einem Nutztierbestand“ in Niedersachsen. Endeckt wurde das Virus in einem Betrieb mit 10.000 Mastputen in Dötlingen, Landkreis Oldenburg. Die 17 Wochen alten Puten sollen am Sontag getötet werden.

Das gigantische Ausmaß der Geflügelproduktion in Niedersachsen wird in folgenden Abschnitt der Pressemitteilung deutlich: weiterlesen

Radiobeitrag im Anarchistischen Radio Wien: Tierbefreiung und Klimabewegung: “Wir haben sehr ähnliche Gegner_innen”

Via Animal Climate Action

Am rande des Klimacamps in Österreich, was im Oktober diesen Jahres stattfand, wurde der Aktivist Karl interviewt. Er sprach u.a. über das Netzwerk Animal Climate Action, über die Notwendigkeit der gegenseitigen Solidarität sozialer Bewegungen und die Situation der Tireproduktion in Deutschland.

Am 11. Dezember wurde das Interview in einer Radiosendung der Basisgruppe Tierrechte im Anarchistischen Radio Wien ausgestrahlt.

Hier könnt ihr es nachören und downloaden:

11/12/2016 – Tierbefreiung und Klimabewegung: “Wir haben sehr ähnliche Gegner_innen”

Ein Archiv der Radiosendungen der Basisgruppe Tierrechte findet ihr hier

Wir danken den Aktivist*innen der Basisgruppe Tierrechte für das Interview und den Radiobeitrag.

Unsere Party gegen ihre Repression! 07.01. in Berlin

Am 07.01. findet in Berlin eine Soliparty für die Antirepressionkasse der Kampagne statt!
Wo? Katherschmiede (Riegerstr. 94), Berlin
Eintritt: Spende.

Programm:
Ab 20.00 Uhr Futter
Ab 21.00 Uhr Live: „Lady Lazy“ (Qqueerfem. Rap), „FaulenzA“ (Trans*female Rap).
Afterparty: Zola (female Rap), FVU (Träsh Rap Trap), spezial gast Trash.

Ankündigung:
Unsere Solidarität, unsere Party gegen ihre Repression! Deshalb wollen wir feiern und tanzen in Solidarität mit denen, die, in Folge von Aktionen, betroffen sind von Repression. An diesem Abend soll für die Antirepkasse der Kampagne gegen Tierfabriken gesammelt werden. Im Rahmen der Kampagne finden seit Jahren verschiedenste Aktionen im Tierbefreiungsbereich statt. Fokussiert werden dabei Aktionen, die direkt am Ort des Geschehens stattfinden – wie etwa Blockaden vor Schlachtfabriken. Folge sind immer wieder Gerichtsverfahren und Urteile, mit denen wir die Betroffenen nicht alleine lassen wollen.
Aktuell kommt dazu noch ein Verfahren, was von der Kampagne solidarisch unterstützt wird, in welchem zwei Aktivisten vorgeworfen wird u.a. die Scheiben eines Pelzladens zerstört und sich gegen zwei Sicherheitspersonen gewehrt zu haben. Im Dezember 2016 wurden sie wegen Sachbeschädigung zu 6 und 7 Monaten Knast auf Bewährung verurteilt.

Unsere Solidarität, unsere Party gegen ihre Repression!

Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/1480622735296397/

Pulverfass Tierindustrie: Die Vogelgrippe-Viren kommen aus dem Stall

Eine Pressemitteilung der Tierrechtsorganisation ARIWA

Behörden zeigen sich machtlos – ökonomische Interessen werden über Tier- und Menschenschutz gestellt.

18.12.2016: Seit mehr als sechs Wochen grassiert in Deutschland nach 2009 und 2014 erneut die Vogelgrippe. In zahlreichen Bundesländern wurde die Stallpflicht für Vögel angeordnet. Bereits hunderttausende, meist gesunde Tiere wurden getötet. Das zuständige Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut) geht davon aus, dass Wildvögel das Virus von Asien nach Europa transportieren und hier verbreiten. Diese Theorie wird in Fachkreisen jedoch zunehmend infrage gestellt, da sie erhebliche Lücken aufweist und mit den derzeitigen Befunden nicht vereinbar ist. Die sehr viel wahrscheinlichere Ursache für die regelmäßigen Vogelgrippe-Epidemien ist die kommerzielle Tierhaltung selbst. weiterlesen

Bericht zum zweiten Verhandlungstag im Michelen-Berufungsprozess am 08.12.2016 im Landgericht Braunschweig

Beweise auf Irrfahrten

Polizeizeuge Antl

– Polizeizeuge Antl

Mit dem letzten Zeugen verlief die Beweisaufnahme noch mehr im Sand. Die Staatsanwaltschaft forderte dennoch hohe Strafen. Das Urteil fiel dagegen „milde“ aus.

Berufungsprozesse und Zeugen teilen manchmal dasselbe Schicksal: Je weiter die Ereignisse in der Vergangenheit liegen, desto weniger neue Erkenntnisse bringen sie mit sich. So auch im Berufungsprozess gegen Andre und Philipp, der am 08.12. in die zweite Runde ging. Geladen waren insgesamt vier Zeugen, die bereits im Zuge des ersten Prozesses befragt worden waren und deren erneute Vernehmung nur geringfügig weiterführende Informationen erbrachte. Polizeikommissar Urban beispielsweise wies gleich zu Beginn darauf hin, dass er große Erinnerungslücken habe. Weder die „Geschädigten“ noch die beiden Angeklagten konnte er im Gerichtssaal wiedererkennen, an die Abläufe in der Tatnacht erinnerte er sich nur grob. Wie viele Streifenwagen, Passanten, Beamte oder Zivilpolizisten vor Ort waren entzog sich ebenso seiner Erinnerungsfähigkeit wie die Bekleidung der Angeklagten. Auch zu „wie auch immer gearteten Maßnahmen“ auf der Polizeiwache – genauer: dass die Beschuldigten u.a. geschlagen, ausgezogen und beschimpft wurden – konnte er keinerlei Auskunft geben, da er sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf der Wache befunden habe. weiterlesen

Widerspruch eines Anliegers verzögert den geplanten Wiesenhof-Ausbau in Holte! Aufbau in Lohne hat jetzt Vorrang!

Wie die Harke (Lokalzeitung) am 13ten Dezember 2016 berichtete, sieht es weiterhin nebelig um den geplanten Wiesenhof-Ausbau in Wietzen-Holte aus. Unter den Schlachtfabrik-Mitarbeiter*innen -die nirgends verlässliche Informationen bekommen- machen sich erste Sorgen über eine komplette Schließung des Standortes in Holte breit, die Auftragslage ist zurückgegangen, Tierbefreier*innen protestieren weiterhin gegen Wiesenhof und ein Anlieger verzögert durch einen Widerspruch das Verfahren um die abschließende Baugenehmigung! Wiesenhof könnte zwar mit den Risiken des noch offenen Rechtsstreits bereits anfangen in Wietzen-Holte zu bauen, wenn das Unternehmen unter Zeitdruck stehen würde, aber der Wiederaufbau in Lohne soll nach Auskunft von Wiesenhof erst mal Vorrang haben. Aber lest selbst:

Der Harke-Artikel:

harke-wiesenhof-hat-keine-eile